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Vater Carlo (links) und Bruder Yannik Giesinger (Mitte) sind stolz auf Max (rechts).
09.02.2012

PZ-news zu Besuch bei Familie Giesinger

Remchingen. Die Spannung steigt: Das Finale von „The Voice of Germany“ am Freitagabend steht kurz bevor. Und das Public-Viewing beim Max Giesinger-Fanclub vom FC Germania Singen soll auch wieder stattfinden. Vor dem großen Auftritt hat PZ-news Max' Vater und seinen kleinen Bruder besucht und einige interessante Geschichten über den 23-jährigen Waldbronner erfahren.

Bildergalerie: Die Finalisten von "The Voice of Germany"

In einem ruhigen Örtchen in Remchingen wohnen Vater Carlo und Sohn Yannik Giesinger. Max selbst lebt eigentlich in Waldbronn mit seiner Mutter, pflegt aber trotzdem den Kontakt zu seinem Vater und seinem kleinen Bruder. Aufregt war vor allem schon Yannik: Ausgerechnet am Tag des Finales von „The Voice“ hat er eine Knie-Operation. „Aber eigentlich bin ich aufgeregter über den Auftritt von Max“, gab der Jugendliche zu.

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Auf ihren Max sind Bruder sowie Vater Carlo sehr stolz. Yannik erzählt, wie oft er über Max angesprochen und nach Autogrammen gefragt werde: „Mich schreiben auch in Facebook viele Leute an.“ Gerade im Internet scheint es eine große Bewegung zu geben. Neben dem Stolz sei es für Vater Carlo aber auch ein „komisches Gefühl, den eigenen Sohn live im Fernsehen zu sehen.“ Gleichzeitig hört er aber auch den Auftritten kritisch zu: „Ich achte da auf jeden einzelnen Ton. Und mir fällt auf, dass Max in den Live-Shows oft angespannt ist“, meint Vater Giesinger. Er kenne ihn eigentlich lockerer: „Wenn er ganz frei wäre, wäre schon noch etwas mehr drin“.

Doch dass er überhaupt so weit gekommen ist, hat sie eigentlich ziemlich überrascht. Einerseits ist die Konkurrenz natürlich groß. „Ich denke Michael Schulte ist der größte Konkurrent für Max“, findet Yannik. Andererseits seien die Giesingers anfangs auch skeptisch gegenüber Casting-Shows gewesen. Auch Max soll zuvor keine großen Erwartungen gehabt haben. Und nun steht er im großen Finale nur noch einen kleinen Schritt vom Sieg entfernt.

Der kleine Max Giesinger hat laut seiner Familie schon im Kindesalter zwischen drei und sechs Jahren angefangen, zu singen. „Schon in diesen jungen Jahren ist er Queens-Fan gewesen“, blickt sein Vater zurück. Mit 15 Jahren habe Max einen Gitarrenkurs begonnen und sei begeistert davon gewesen, zu musizieren, seitdem er das erste Lied spielen konnte. „Ein bisschen Klavierspielen kann Max auch“, erzählt Carlo weiter: „Das hat er sich später selbst beigebracht.“

Bevor er Musik machte, sei Max aber nicht sehr kontaktfreudig gewesen: „Das ist erst mit der Musik gekommen. Sie hat ihn offener gemacht.“ Zudem sei Max immer ein „von Grund auf ehrlich Kerl“ gewesen: „Er hätte sich in der Schule zum Beispiel nie getraut, einen Spickzettel zu schreiben“, so Carlo. Ein wirklich guter Schüler sei er allerdings trotzdem nicht gewesen. Obwohl er so musikalisch war, sei er selbst im Unterrichtsfach Musik eher unterdurchschnittlich gewesen. „Er konnte eigentlich keine Noten lesen“, erklärt der Vater.

Bei der Weihnachtsfeier des FC Germania Singen hatte Max dann seinen ersten größeren Auftritt. Fälschlicherweise sei oft berichtet worden, dass er bei diesem Club Fußball spiele. Sein Bruder Yannik sei der einzige Fußballer in der Familie. Das Publikum im Clubhaus habe Max mit einer tollen Darbietung überzeugt und überrascht. „Für ihn war es eine große Motivation und Bestätigung für seinen musikalischen Weg“, sagt Carlo.

Diesen Weg versuchte er einzuschlagen und hat bereits insgesamt drei Bands mitgegründet: „Maxville“, „Bud Spencer Group“ und die aktuelle Band „Sovereign Point“. Bevor er dann schließlich zu „The Voice of Germany“ gegangen ist, hat er noch eine Ausbildung als Bankkaufmann begonnen, wie Carlo verrät: „Doch er hat schnell gemerkt, dass es nichts für ihn ist.“ Daher habe er schon bald wieder aufgehört. „Er braucht einfach die Musik“, weiß der Vater nur allzu gut.

Und seine Fans brauchen natürlich Max Giesinger, müssen sich aber noch bis Freitag gedulden. Das große Finale von „The Voice of Germany“ beginnt um 20.15 auf Sat1. Seine Familie und all seine Anhänger werden jedenfalls hinter ihm stehen und ihm die Daumen drücken. hol