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12.10.2016

Papierlosen Sitzungen gehört die Zukunft

Bald werden die Gemeinderäte der drei Heckengäugemeinden Wimsheim, Wurmberg und Mönsheim keine dicken Papierstapel mehr vor sich haben. Denn die Einführung eines Ratsinformationssystems (RIM) soll künftig für papierlose Sitzungsunterlagen sorgen.

Bereits im September gab es eine gemeinsame Informationsveranstaltung für die drei Gemeinderatsgremien, in der die entsprechende Software und Nutzung vorgestellt wurde. Der Wimsheimer Rat entschied sich nun als Erster für das neue System. Für Bürgermeister Mario Weisbrich liegen die Vorteile der papierlosen Sitzungsunterlagen auf der Hand. Wimsheims Rathauschef verweist auf eine deutliche Reduzierung der Druckkosten (zirka 140 Euro pro Sitzung bei durchschnittlich 120 Seiten). Auch Vorbereitungskosten für den Druck der Unterlagen sowie Personal- und Zustellungskosten sollen künftig gespart werden. „Die Sitzungsunterlagen sind online auch für die Bürger verfügbar“, sagt Weisbrich und verweist auf umfangreiche Recherchemöglichkeiten, Markierungs- und Notizfunktionen, aber auch auf Kommunikationsmöglichkeiten der Ratsmitglieder und Fraktionen. Außerdem sei das System auch für Sitzungen unterschiedlicher Zweckverbände nutzbar. „Was soll man viel Geld ausgeben, für etwas, das man nicht braucht?“, gab Klaus Bohnenberger (FWV) zu bedenken und verwies stattdessen auf andere digitale Möglichkeiten, wie Mails. „Ich bin 22 Jahre ohne ein Ratssystem klar gekommen“, betonte sein Fraktionskollege Frank Widmann. Hans Lauser (Bürger für Wimsheim) hatte die Befürchtung, dass das System schnell veraltet. Diese Bedenken teilte Holger Lehmann (Bürgerinitiative) nicht, der dem neuen System positiv gegenüber stand. Am Ende stimmte der Wimsheimer Gemeinderat mehrheitlich der Einführung des neuen Ratssystems zu, mit dem sich bei Einführung und Schulung zunächst auch Kosten verbinden.