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Wild: So hat eine Wanderführerin vom Schwarzwaldverein Birkenfeld Gräfenhausen den Pavillon hinter dem örtlichen Waldfriedhof am Sonntag vorgefunden. Inzwischen ist der Müll beseitigt, der Ärger beim Verein aber weiterhin groß. Foto: Privat
Wild: So hat eine Wanderführerin vom Schwarzwaldverein Birkenfeld Gräfenhausen den Pavillon hinter dem örtlichen Waldfriedhof am Sonntag vorgefunden. Inzwischen ist der Müll beseitigt, der Ärger beim Verein aber weiterhin groß. Foto: Privat
06.03.2019

Pavillon in Birkenfeld völlig verschmutzt: Unbekannte hinterlassen jede Menge Müll

Birkenfeld. Sauer ist Sven Hoffmann. Der erste Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Birkenfeld Gräfenhausen spricht von rücksichtslosen Ignoranten. Von jenen, die am vergangenen Wochenende den Schwarzwaldpavillon hinter dem Birkenfelder Waldfriedhof als Partystätte verwendet und anschließend vermüllt hinterlassen haben.

„Wie die Sau vom Trog“, sagt Hoffmann: „Wegen einer zurückgelassenen Chipstüte machen wir kein großes Aufhebens. Das kann schon hin und wieder mal vorkommen. Aber das jetzt war echt verheerend“, so der Vereinsvorsitzende, dessen Mitglieder seit den Zerstörungen am Pavillon vor gut einem Jahr besonders sensibilisiert sind.

Der Pavillon liegt am Westweg Pforzheim-Basel. Am Sonntag lagen dort vor allem Müll, Scherben kaputter Glasflaschen und Überreste eines Lagerfeuers. „Unfassbar, nicht auszudenken, wenn das Feuer unbeaufsichtigt übergreift. Und die Scherben sind eine Gefahr für Mensch und Waldtier“, zeigt sich Hoffmann entsetzt. Die Partyspuren vom Wochenende sind inzwischen beseitigt.

Beschränkte Zufahrt?

Ideen gibt es nun so einige, um der wilden Gelage Herr zu werden. Kameras zu installieren sei jedoch rechtlich schwierig, den Pavillon abzusperren und nur bei Vermietung zu öffnen, hingegen sehr aufwendig für den Verein, sagt Hoffmann: „Den Aussichtspunkt abzuschaffen, kommt nicht in Frage, schon aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber denen, die ihn von fast 70 Jahren aufgebaut haben.“ Er steht in Kontakt mit Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ein Gesprächstermin ist für kommende Woche geplant.

Ein Vorschlag des Schwarzwaldvereins seien Schranken, die die Zufahrt zum Pavillon verhindern. Denn es seien zumeist Gruppen, die dort mit dem Auto vorfahren, um laut Musik aufzudrehen. „Die Schranken behindern natürlich Waldarbeiter und Förster, darüber sind wir uns im Klaren“, sagt Hoffmann, der aber auch klar stellt, dass bei neuerlichen Schäden wie vor einem Jahr, der Verein die Kosten für die Instandsetzung nicht mehr tragen könne.