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Peter und Paul © Alexander Jähne
06.07.2014

Peter-und-Paul-Fest in Bretten macht Mittelalter lebendig

Bretten. „Es gibt, im übertragenen Sinn, tatsächlich so etwas wie ein Bretten-Gen“, ist sich Oberbürgermeister Martin Wolff bewusst. Selbst in das historische Gewand eines Stadtvogts gehüllt, weiß der Rathauschef der Melanchthonstadt wovon er spricht: „Nicht nur zum traditionellen Peter-und-Paul-Fest sind Eigenschaften wie Zusammenhalt und Gemeinschaftsinn ganz typisch für unsere Kommune.“

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Dass die Veranstaltung, welche sich die (erfolglose) Belagerung von 1504 durch Herzog Ulrich von Württemberg zum Anlass nimmt, auch in diesem Jahr wieder zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt hat, liegt in erster Linie an dem vielfältigen Programm: Mit zahlreichen Umzügen, Tanz- und Musikdarbietungen und Handwerkermärkten zählt das Peter-und-Paul-Fest zu einer der 45 größten historisch bedingten Veranstaltungen im gesamten süddeutschen Raum.

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„Der Markgröninger Schäferlauf oder der Talmarkt in Bad Wimpfen sind regionale Beispiele, die hierfür vergleichbar sind“, meint Peter Dick, Vorsitzender der Vereinigung Alt-Brettheim, welche in federführender Weise für die Organisation zuständig ist. „In guten Zeiten haben wir an vier Tagen über 130.000 Besucher Tagen“, macht der Vorstand deutlich, um auf die rund 50 Gruppen zu verweisen, die sich auch in diesem Jahr wieder beteiligt hätten, um die verschiedenen Zeitepochen, Zünfte und bürgerlichen Stände zu repräsentieren.

Kaum jemand, der am vergangenen Wochenende nicht in einem historischen Gewand anzutreffen war – sei es nun als Bauer, Ritter, Burgfräulein oder Waschweib. „Getreu dem Leitspruch ‚Eine Stadt lebt ihre Geschichte‘ verleiht das Peter-und-Paul-Fest der Stadt Bretten seine ganz eigene, unverwechselbare Identität“, sagt Peter Dick. Das vor allem so viele junge Menschen aus der Region die Euphorie für diese geschichtsträchtige Veranstaltung teilen würde, wäre ebenfalls sehr erfreulich. Und: „Mittlerweile kommen auch viele Schwaben gerne hierher“, meint sich Dick. „Die Zeichen stehen also auf Völkerverständigung.“