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Tierquäler in der Region

In der Pfalz ist ein Pferd so stark misshandelt worden, dass es nun eingeschläfert werden musste.
In der Pfalz ist ein Pferd so stark misshandelt worden, dass es nun eingeschläfert werden musste.
14.03.2013

Pferd nach massiver Misshandlung eingeschläfert

Rheinland Pfalz/Enzkreis. Nachdem im vergangenen Sommer ein Tierschänder in der Region für großes Aufsehen gesorgt hat, hat sich nun ein ähnlicher Fall in Rheinland Pfalz ereignet. Wie die Polizei mitteilt, ist in der Nacht auf Dienstag, 5. März, ein schwarzes Friesenpferd auf einer Koppel östlich von Otterberg bei Kaiserslautern von unbekannten Tätern misshandelt worden. Nun musste es aufgrund der gesundheitlich schlechten Verfassung eingeschläfert werden.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war am Dienstagabend gegen 18 Uhr die 23-jährige Stute wohlauf. Ein Zeuge wurde Mittwochfrüh um 7 Uhr auf das Tier aufmerksam, nachdem er den Friesen liegend im Koppelbereich entdeckte.

Nach der Lage der Spuren dürfte das Pferd zunächst von der Koppel in die Pferdebox gelockt worden sein, um es von dort wieder ins Freie zu führen. Die Täter dürften dann jeweils die Vorder- und Hinterläufe zusammen gebunden und das Pferd auf dem Boden liegend zurück gelassen haben.

Das Friesenpferd musste von einem Tierarzt aufgrund seines geschwächten Zustandes eingeschläfert werden. Die Ermittlungen werden fortgeführt. Zeugen werden gebeten, sich unter der Nummer 0631 369-2620 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Stutenschändungen hatten im Sommer im Enzkreis nicht nur bei Pferdebesitzern für Aufregung und Entsetzen gesorgt. Nach intensiven Ermittlungen hatte die Polizei eine eigens gegründete Ermittlungsgruppe im September aufgelöst, ohne dass ein Täter gefunden wurde, aber auch ohne, dass es zu weiteren Pferdeschändungen gekommen war.

Kontakt gab es zwischen der Pforzheimer und der Freiburger Polizei, nachdem dort im Herbst gleich 14 Pferde angegriffen worden waren. Hinweise auf eine Verbindung zwischen den Taten im Enzkreis und im Raum Freiburg gab es allerdings nicht.

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