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Geschlechter-Verwirrung herrschte im Stück „Der verrückte Professor“, das die Pfinzgranaten mit (hinten von links) Michael Schneikart, Sabine Hainz, Alexander Friebele, Sandra Lutz-Becker, Andrea Suvak und Marzena Cichon, sowie (liegend unten) Jonathan Reinke und Feizal Sahin (oben) aufführten.   Ossmann
Geschlechter-Verwirrung herrschte im Stück „Der verrückte Professor“, das die Pfinzgranaten mit (hinten von links) Michael Schneikart, Sabine Hainz, Alexander Friebele, Sandra Lutz-Becker, Andrea Suvak und Marzena Cichon, sowie (liegend unten) Jonathan Reinke und Feizal Sahin (oben) aufführten. Ossmann
29.10.2017

Pfinzgranaten begeistern mit dem Stück „Der verrückte Professor“

Wieder einmal alles gegeben haben die Laienschauspieler der Theatergruppe Pfinzgranaten mit dem Stück „Der verrückte Professor“.

Am Freitag- und Samstagabend begeisterten die acht Ensemblemitglieder insgesamt rund 400 Besucher.

Ihren ersten Auftritt hatte dabei auch die aus Birkenfeld stammende Marzena Cichon. Seit diesem Jahr spielt sie bei den Pfinzgranaten mit. Dabei hat sie ebenso wie die anderen Schauspieltalente ihren Spaß am Mundarttheater, bei dem es schon während der Proben viel zu lachen gibt.

Herzhaftes Lachen vermittelten die Darsteller auch den Besuchern in der Weilermer Mehrzweckhalle. Unter gemeinsamer Regie und mit Souffleuse Franziska Müller war das Bühnenstück ein halbes Jahr lang einstudiert und mit Lokalkolorit versehen worden.

Serum mit Nebenwirkungen

In der turbulenten Mundartaufführung präsentierte sich Michael Schneikart als Professor, der auf der Suche nach einem Serum gegen Axel- und Fußschweiß einen Versuch am lebenden Objekt startete. Das Serum hatte zwar keine Nebenwirkungen, jedoch enthält es hochkonzentrierte weibliche und männliche Hormone. Durch ein Missgeschick verwechselt Max Ehefrau (Andrea Suvak) die beiden Sorten für Männer und Frauen. So kommt es in der Praxis von Max Loppmann zu starken persönlichen Veränderungen der Versuchs-Patienten.  Die weiblichen Patienten werden im Laufe des Stücks sehr maskulin und die männlichen stark feminin.

Freddy Sagemiehl (Alexander Friebele) brachte den Professor zum Staunen, als er sich mit Parfüm einsprühte und das Gesicht puderte. Seine Frau Heidrun Sagemiehl (Sandra Lutz-Becker) hatte andererseits jetzt endgültig das Kommando in der Ehe übernommen. Einzig Angelika Sagemiehl (Marzena Cichon) und Wilko Meiners (Jonathan Reinke), die unentwegt Gurken essen und Essig trinken, bleiben normal.

Ein Gegenmittel musste her bevor die Patienten mit Klage drohen. Doch das ist problematischer als gedacht. Besonders Phillip Renken (Fezail Sahin) ist ein hoch komplizierter Fall. Er hat freiwillig die fünffache Dosis des Serums eingenommen. Die Versuchsreihe gerät völlig aus den Fugen, und schnell weiß keiner mehr genau – bin ich nun männlich oder weiblich?

Der Professor versucht, die Wogen zu glätten und bringt die Patienten mit Beruhigungsmittel zum Schlafen. Der Bart von Charlotte Müller (Sabine Hainz) ist durch die falsche Hormonbehandlung mittlerweile extrem gewachsen. Aber auch der Professor selbst hat von dem Serum probiert und zeigte sich auf der Bühne weiblich freizügig.

Viel Spaß und Happy End

Am Ende des Dreiakters gab’s aber doch ein Happy End. Alles wurde gut und das Publikum hatte seinen Spaß, sowohl an den Dialogen, als auch an den schauspielerischen Fähigkeiten der Mundart-Originale. Diese ernteten abschließend großen Applaus und viel Anerkennung. Lob gab’s aber auch die Mitglieder und Vereinsköche des TSV Weiler. Sie hatten nämlich für die gute Bewirtung der Gäste gesorgt.