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Der Wolf fühlt sich schon seit mehr als eineinhalb Jahren im Nordschwarzwald heimisch. Foto: dpa

Plädoyer für den Wolf: Waldkindergarten in Bad Wildbad findet wie geplant statt

Bad Wildbad. Am Rande des Waldbegangs des Bad Wildbader Gemeinderats berichtete Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack, dass im Zusammenhang mit dem Auftauchen des Wolfes auf dem Sommerberg kein einziges Kind vom Waldkindergarten abgemeldet worden sei.

Der Kindergarten auf der Sommerberg-Spielwiese finde derzeit wie geplant statt. Wie die PZ berichtete, wurde durch ein Fotofallen-Bild bestätigt, dass auch der Wolf zu den Sommerberg-Gästen gehört. Ob er für den Riss eines Schafes auf dem Gelände des Sommerberg-Hotels verantwortlich ist, wird derzeit geklärt. Mit erstaunlich deutlichen Worten brach Forstrevierleiter Werner Hildinger vom Revier Sprollenhaus eine Lanze für den Wolf.

„Der Wolf ist ein wichtiges Glied in der Nahrungskette“, betonte er und fügte hinzu: „Wir alle sollten ein bisschen mehr Gelassenheit und Sachlichkeit walten lassen“. Nicht der Wolf sei das gefährlichste Tier, sondern der Mensch. Tierhalter nahm er in die Pflicht, ihre Weiden und damit auch ihre Tiere besser zu schützen. Ein düsteres Bild zeichnete Hildinger von der Zukunft des Auerwildes: „Das Auerhuhn ist im Jahr 2017 auf der Wildbader Gemarkung ausgestorben“. Verantwortlich dafür ist seiner Ansicht nach „ein Run in den Wald, der gigantisch zugenommen“ habe.