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So ähnlich wie auf dieser Illustration dargestellt soll das Wohnheim für Schwerbehinderte in Illingen einmal aussehen. Archivbild: Peter W. Schmidt Architekten 

Planungen für einst umstrittenes Caritas-Wohnheim in Illingen werden konkret

Illingen. Das Projekt hat wahrlich keinen einfachen Weg hinter sich – nun aber soll doch noch ein Happy End gelingen: Wenn alles gut läuft, könnte das Heim für schwerbehinderte Menschen, dessen Bau im Illinger Wiesental kommendes Frühjahr begonnen werden soll, im Jahr 2023 eingeweiht werden.

Der Bauantrag für das Vorhaben der Caritas ist bereits gestellt – nun fiebern die Verantwortlichen dem Baubeginn entgegen, wie sich bei einem Vor-Ort-Termin zeigte.

"Wir sind glücklich, dass unser Vorhaben nun konkrete Formen annimmt."

Frank Johannes Lemke, Direktor der Caritas Pforzheim, für den die vergangenen Jahre im Hinblick auf das Projekt teils herausfordernd gewesen sind.

Direkt am Bauplatz trafen sich der Direktor des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg, Ordinariatsrat Thomas Herkert, von der Caritas Pforzheim Direktor Frank Johannes Lemke, der Aufsichtsratsvorsitzende Wolf-Kersten Meyer, sowie die stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Gabriele Weber und Jürgen Halbleib mit Illingens Bürgermeister Harald Eiberger, Bauamtsleiter Thomas Mörmann sowie den Bürgermeisterstellvertretern Klaus Kluge (SPD) und Sascha Reich (UBL). „Die Entwicklung dieses Projekts hat bundesweit Aufsehen erregt“, sagte Lemke.

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Illingens Bauamtsleiter Thomas Mörmann (von links), Bürgermeister Harald Eiberger, die Bürgermeisterstellvertreter Klaus Kluge (SPD) und Sascha Reich (UBL), der Freiburger Diözesan-Caritasdirektor und Ordinariatsrat, Thomas Herkert sowie aus Pforzheim Caritasdirektor Frank Johannes Lemke, Aufsichtsratsvorsitzender Wolf-Kersten Meyer sowie die stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Gabriele Weber und Jürgen Halbleib nahmen die Örtlichkeit in Augenschein. Foto: Prokoph

Insbesondere die positive Zustimmung der Illinger Bevölkerung zu diesem Bauvorhaben mit rund 63 Prozent der abgegebenen Stimmen im Rahmen des Bürgerentscheides am 14. Oktober 2018 habe die sehr deutliche positive Grundhaltung der Illinger Bevölkerung wiedergegeben.

Bis zum Jahresende rechnet Lemke nun mit der Baugenehmigung. Zehn Millionen Euro sollen in das Projekt investiert werden, in dem dann 24 Erwachsene mit Behinderung nach einer Bauzeit von rund 20 Monaten ein neues Zuhause finden. Bislang waren diese Menschen im gesamten Bundesgebiet untergebracht.

„Wir sind glücklich, dass unser Vorhaben nun konkrete Formen annimmt“, sagte Lemke, für den die vergangenen Jahre im Hinblick auf das Projekt teils herausfordernd gewesen sind.

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Im Herbst 2018 musste ein Bürgerentscheid den Weg für das Projekt ebnen. Eine klare Mehrheit sprach sich damals für den Bau aus. Archivbild: Lutz

Inklusion als wichtiges Thema

24 schwerbehinderte Menschen werden im Wiesental künftig ein neues Zuhause finden. Zehn Millionen Euro soll die Errichtung des Gebäudes kosten. Zusätzlich entstehen zwei Kurzzeitbetreuungsplätze, sechs Personalappartements und eine Cafeteria, die auch Bürgern und Besuchern offenstehen soll. Das Bauvorhaben wird von der Caritas im Auftrag der Stadt Pforzheim und des Enzkreises gestemmt. Dass das Projekt in Illingen umgesetzt wird, liegt auch an der Zentrumsnähe des Grundstücks im Wiesental. Dies gilt als wichtiger Faktor hinsichtlich der Inklusion.

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Kleine Änderungen: Bauvorhaben der Caritas in Illingen wird erneut offengelegt