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Die Afrikaner Bakarie (links), Ebrima und Elaiu (von rechts) hoffen auf eine Zukunft in Deutschland. Die CDU-Politiker Gunther Krichbaum und Marianne Engeser besuchten mit Landrat Karl Röckinger und Bürgermeister Volker Winkel (ab Zweiter von links) ihr Zuhause auf Zeit in Ispringen.  Foto: Seibel
Die Afrikaner Bakarie (links), Ebrima und Elaiu (von rechts) hoffen auf eine Zukunft in Deutschland. Die CDU-Politiker Gunther Krichbaum und Marianne Engeser besuchten mit Landrat Karl Röckinger und Bürgermeister Volker Winkel (ab Zweiter von links) ihr Zuhause auf Zeit in Ispringen. Foto: Seibel
14.09.2015

Politischer Besuch in Ispringer Asylunterkunft: Es fehlt an Wohnraum

CDU-Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum und Landtagskollegin Marianne Engeser schauten sich am Montag mit Landrat Karl Röckinger und Bürgermeister Volker Winkel eine Ispringer Asylunterkunft an. Dabei diskutierten die Politiker die Herausforderungen, die die wachsende Zahl von Neuankömmlingen mit sich bringt.

Die Bundesregierung habe die Entwicklung verschlafen, kritisiert Landrat Röckinger. Die Kommunen hätten früh die langen Verfahren kritisiert. Bundespolitiker Krichbaum und Landespolitikerin Engeser sehen in vielem auch das Land Baden-Württemberg in der Bringschuld. Und sie bauen auf viele Neuanstellungen von Menschen, die über Asylanträge entscheiden.

Die Unterkünfte in Ispringen sind voll belegt. Und daran ändert sich kurzfristig auch nichts, so Landrat und Bürgermeister. Sechs Containeranlagen hat der Kreis angeschafft. Doch alle Container zusammen, so Röckinger, böten gerade mal für rund 300 Menschen Platz. So viele werden dieses Jahr wohl noch jeden Monat neu ankommen.

Sachspenden für die Asylbewerber hat auch der Pforzheimer Ali Aktas initiiert. Innerhalb kurzer Zeit hat er vergangene Woche mit Freunden und Bekannten Kleider und Lebensmittel für Flüchtlinge gesammelt. Ein Besuch bei Asylsuchenden, die in Mühlacker in der Sporthalle der Kerschensteiner-Berufsschule untergebracht sind, bewog ihn zu helfen. „Ich habe bemerkt, dass es in der Halle ziemlich kalt ist, deshalb wollte ich Kleidung spenden“, sagt der 30-Jährige.

Die Resonanz auf seinen Aufruf in der PZ sei außerordentlich groß gewesen, so Ali Aktas. Zudem habe Kadir-Mehmet Sevgi, der Vorsteher der Fatih-Moschee in Pforzheim, beim Freitagsgebet dazu aufgerufen, die Initiative zu unterstützen. „In kürzester Zeit bekamen wir 50 Kartons mit Bekleidung und mit Lebensmitteln.“ Am Samstag fuhren Ali Aktas und seine Freunde zur Asylunterkunft in der alten Bauschlotter Schulturnhalle sowie zur Sporthalle in Mühlacker. „Wir haben Kleidung und Lebensmittel verteilt, für die Kinder hatten wir Süßigkeiten dabei“, erzählt Aktas. Bücher, Schreibhefte, Kleider, Decken, Spielsachen und Kuscheltiere für die Bewohner der Mühlacker Halle haben auch die Jugendlichen im Jugendtreff in Enzberg gesammelt. Sie wollen den Asylbewerbern im Herbst auch einen richtig schönen Tag bereiten.

Den ganzen Text, ergänzt um interaktive Elemente (So viele Asylbewerber lebten am 1. Juli 2015 in jeder Enzkreis-Gemeinde - Asyl-Zahlen zu Pforzheim) lesen Sie als PZ-news-Plus-Abonnent auf der Plus-Artikel-Übersichtsseite.