Einbrecher

Polizei ermittelt, ob gefasste Einbrecher auch in Region aktiv waren

Rastatt/Enzkreis. Nach mehr als 100 Einbrüchen sind in Karlsruhe, Rastatt und Kirchzarten (Breisgau-Hochschwarzwald) elf Männer festgenommen worden. Bei Durchsuchungen von zwei Gebäuden und einer Wohnung am Dienstag konnten die Beamten auch Diebesgut sicherstellen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Einbrecher sollen in ganz Baden-Württemberg aktiv gewesen sein, ob sie auch für Einbrüche in Pforzheim und dem Enzkreis verantwortlich sind, sollen nun die Ermittlungen klären.

Die mutmaßlichen Serieneinbrecher, meist im Alter zwischen 30 und 35 Jahren, sollen seit Ende 2013 vorwiegend in Mehrfamilienhäuser und frei stehende Wohngebäude eingebrochen sein. Das beschlagnahmte Diebesgut hat einen Wert von mehreren zehntausend Euro.

Es wurden vorwiegend Schmuck, Bargeld und hochwertige Elektronikartikel aufgefunden, die nach und nach verschiedenen Einbruchsobjekten zugeordnet und den Eigentümer wieder zurückgegeben werden. Aber auch Einbruchswerkzeuge gehören zu den aufgefunden Gegenständen.

Die gestohlenen Sachen stammen aus Wohnungseinbrüchen, die seit Ende 2013 in Baden-Württemberg von Heilbronn über Karlsruhe, Baden-Baden, Offenburg, Freiburg, die Bodenseeregion bis in die Schweiz begangen wurden. Das beschlagnahmte Diebesgut hat einen Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro.

Ziel der groß angelegten Durchsuchungsaktion war die Festnahme von Tatverdächtigen, die alle in den drei Unterkünften wohnhaft waren. Die Festgenommenen stehen im Verdacht, seit Ende 2013 über hundert Wohnungseinbrüche begangen zu haben. Insgesamt wurden elf Personen vorläufig festgenommen, davon zehn Asylbewerber, die aus Georgein stammen, und ein Deutscher mit georgischen Wurzeln. Gegen sieben Männer wurden im Laufe des Mittwochs durch die Staatsanwaltschaft Karlsruhe beim Amtsgericht Karlsruhe Haftbefehle erwirkt.

Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass es sich um eine organisierte Gruppierung handelt, die über Netzwerke und Kontakte weit über die Landesgrenzen hinaus verfügt. Die weiteren Ermittlungen und die Zuordnung der gestohlenen Gegenstände durch die Kriminalpolizei dauern an.