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Eine Entenfamilie hat die Polizei in Nagold gerettet.
Eine Entenfamilie hat die Polizei in Nagold gerettet. © Polizei
02.05.2011

Polizei rettet Entenmama und zwölf Junge

NAGOLD. Ein Spaziergang einer Entenmama mit zwölf Jungen durch den Kreisverkehr bei der Aral-Tankstelle hat am Montagmorgen um 7.30 Uhr den gesamten Verkehr aus vier Fahrtrichtungen lahm gelegt, darunter die durch Nagold führende Bundesstraße 463. Nur dem Umstand, dass eine Polizeistreife zufällig durch eben diesen Kreisverkehr fahren wollte, war es zu verdanken, dass der Stau nicht noch länger gedauert hat.

Die Wildentenfamilie kam aus Richtung Tunnel und spazierte seelenruhig und unbekümmert auf der Fahrbahn in Richtung Grafenwiesenstraße. Wie es zu dieser Desorientierung der Entenmama kam, konnte noch nicht polizeilich ermittelt werden.

Andreas Rentschler und Hubert Kreidler vom Polizeirevier Nagold und eine ebenfalls zum Anhalten genötigte Verkehrsteilnehmerin holten in der nahe gelegenen Tankstelle zwei Kartons. In einem wurde die Entenmama, die sich in der Zwischenzeit mit ihrem zahlreichen Nachwuchs in der Mitte des Kreisverkehrs hinter Blumen versteckt hatte, aus dem Verkehr gezogen. Alle Jungen bekamen eine eigene Kiste. Mit ihrer Fracht fuhren Andreas Rentschelr und Hubert Kreidler ohne Martinshorn und Blaulicht zur nahegelegenen Waldach, einem kleinen, durch Nagold führenden Flüsschen, und entließen die Entenfamilie unbeschadet nach ihrem Ausflug in die große weite Welt zurück in die Freiheiten der Nagolder Natur.

Alle Verkehrsteilnehmer haben die Polizeiaktion trotz dem mehrminütigen Stillstand in der „Rush-Hour“ wohlwollend begleitet. In einem Schüler-Omnibus seien die Insassen reihenweise mit ihren Handys zum Fotografieren an den Scheiben geklebt.