nach oben

Einbrüche in der Region

Das Eindringen in die Privatsphäre, hier symbolisch dargestellt, erschüttert Opfer: Die Festnahme nach einem Einbruch in Königsbach weckt in der Gemeinde Erinnerungen. Der Verdächtige war für entsprechende Taten schon verurteilt. Foto: Stein/dpa-Archiv
Das Eindringen in die Privatsphäre, hier symbolisch dargestellt, erschüttert Opfer: Die Festnahme nach einem Einbruch in Königsbach weckt in der Gemeinde Erinnerungen. Der Verdächtige war für entsprechende Taten schon verurteilt. Foto: Stein/dpa-Archiv
22.01.2018

Polizei verdächtigt verurteilten Einbrecher für neue Taten

Königsbach-Stein. Die Nachricht von der Verhaftung eines 35-Jährigen, der von der Polizei für einen Einbruch in Königsbach verantwortlich gemacht wird und den sie nach dem Fund weiterer Beutestücke für weitere Einbrüche verdächtigt, hat Erinnerungen geweckt. Bei Königsbachern, die 2015 schon einmal Opfer eines Einbrechers geworden waren, genauso wie bei der PZ-Redaktion, die damals über die Verunsicherung der Betroffenen berichtet hatte.

Damals hatte die Polizei den mutmaßlichen Täter schnell ermittelt – keinen ausländischen Profi von weit her, sondern einen Deutschen aus der Umgebung. Das machte den Fall für die Opfer damals noch emotionaler.

Verfolgt wurde auch die juristische Aufarbeitung. Nach PZ-Informationen hatte die erste gerichtliche Instanz 18 Monate Haft gegen den Mann verhängt. Die Strafe wurde schließlich erst in der zweiten Jahreshälfte 2017 in der Berufungsverhandlung vor der Auswärtigen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim zur Bewährung ausgesetzt. Für fünf Jahre. Damit reizte das Gericht den Spielraum für eine Bewährungszeit bis zum äußersten aus.

Bestätigt sich der Verdacht gegen den nun festgenommenen 35-Jährigen, wäre der Rückfall fast umgehend gekommen. Die Staatsanwaltschaft Pforzheim jedenfalls bestätigte gegenüber der PZ auf Anfrage die Art der einschlägigen Vorstrafe des Einbruchsverdächtigen. Nach den Unterlagen von Bernhard Ebinger, Sprecher der Staatsanwaltschaft, ist das Berufungsurteil im vergangenen August rechtskräftig geworden. Seine Behörde ist gefordert, das ältere Verfahren vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnisse zu prüfen und bei Gewissheit über weitere Einbrüche des Verdächtigen den Antrag zu stellen, die Bewährung zu widerrufen. Die Entscheidung darüber läge wiederum beim Gericht.

Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Mehr zum Thema:

Nach Einbruch in Königsbach-Stein: Polizei schnappt Serienstraftäter