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Übung macht den Meister: Polizeihauptkommissar Roland Dalcolmo quert mit den frischgebackenen Erstklässlern immer wieder die Hauptstraße. Foto: Dast-Kunadt
Übung macht den Meister: Polizeihauptkommissar Roland Dalcolmo quert mit den frischgebackenen Erstklässlern immer wieder die Hauptstraße. Foto: Dast-Kunadt
22.09.2017

Polizei warnt vor Elterntaxis in Unterreichenbach

Unterreichenbach. Wenige Tage ist es her, dass zahlreiche Kindergartenkinder eingeschult worden sind und sich nunmehr Erstklässler nennen dürfen. Dass sie darauf ungemein stolz sind, lässt sich erahnen. Den 14 Erstklässlern der Tannbergschule in Unterreichenbach, die mit Polizeihauptkommissar Roland Dalcolmo im Rahmen der Aktion „Sicher Schulweg“ eifrig das Queren der Bundesstraße 463 geübt haben, war deutlich anzusehen und zu hören, dass sie Schule richtig gut finden.

Hintergrund der Aktion ist, dass Kinder wieder mehr zur Schule laufen sollen. „Wir als Polizei nehmen das vermehrte Aufkommen sogenannter Elterntaxis deutlich wahr und sehen es kritisch“, so Dalcolmo vom Referat Prävention in Calw. Das An- und Abfahren führe zu deutlich mehr Verkehr im Schulbereich. „Zum einen erhöht sich damit die Unfallgefahr erheblich“, so der Hauptkommissar. Zum anderen würden die Kinder nicht mehr ausreichend mit dem Straßenverkehr und seinen Regeln konfrontiert. Außerdem sei nicht selten zu beobachten, dass falsch geparkt würde und die Kinder oftmals auch noch zur Straßenseite hin aus dem Auto steigen müssten. Insofern könne man fast schon von Glück reden, dass es im vergangenen Schuljahr im gesamten Kreis Calw nur zu fünf leichten Schulwegunfällen gekommen sei. „Betroffen waren keine Grundschulkinder“, so Dalcolmo.

Auch Bürgermeister Lachenauer befasst sich seit einiger Zeit mit diesem Thema. Denn im Bereich der Unterreichenbacher Grundschule, die in direkter Nachbarschaft zur örtlichen Feuerwehr steht, parken die Elterntaxis Lachenauer zufolge mitunter sogar die Feuerwehr zu, was bei einem Einsatz kostbare Minuten koste. „Daher wurden in der Vergangenheit unterschiedlichste Lösungen geprüft, die aber alle nicht umsetzbar waren“, so der Bürgermeister.

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