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Polizeipostenleiter Bernd Neumann und Revierleiterin Elke Heilig stellten die Kriminalitätsstatistik 2016 im Eisinger Gemeinderat vor. Foto: Martin Schott
Polizeipostenleiter Bernd Neumann und Revierleiterin Elke Heilig stellten die Kriminalitätsstatistik 2016 im Eisinger Gemeinderat vor. Foto: Martin Schott
22.06.2017

Polizei zählt weniger Einbrüche in Eisingen

Eisingen. „Man kann hier in Eisingen zu jeder Tages- oder Nachtzeit auf die Straße gehen, ohne Probleme oder Angst haben zu müssen.“ Zu diesem Fazit kommt Polizeihauptkommissar Bernd Neumann, Leiter des Polizeipostens Königsbach-Stein, bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik 2016 in der Sitzung des Gemeinderates.

Die nackten Zahlen der Straftaten, überraschen auf den ersten Blick: Auf 134 nach lediglich 92 im Jahr 2015 ist die Zahl der Straftaten um gut 45 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Im Enzkreis betrug der Anstieg lediglich 1,9 Prozent. Allerdings lasse es sich letztlich nicht sagen, ob dies auf eine tatsächliche Zunahme von Delikten oder aber auf ein geändertes Anzeigeverhalten zurückzuführen ist, sprich: ob häufiger als im Vorjahr vorgefallene Straftaten, wie etwa Diebstähle, der Polizei zur Kenntnis gebracht wurden, so der Experte.

Markant angestiegen ist die Zahl der einfachen Diebstähle von drei im Vorjahr auf 24 im Jahr 2016, die erschwerten Diebstähle gingen dagegen von 20 auf 18 Fälle zurück. Ebenfalls nach oben gingen die Sachbeschädigungen mit 22 Fällen nach 14 im Vorjahr. Ein weiteres Plus findet sich bei den Rauschgiftdelikten, die sich von neun auf 21 Fälle erhöhten. Mehr Kontrollen durchzuführen bedeute im Bereich Rauschgift zugleich stets, mehr Straftaten festzustellen, erläuterte Kriminaloberrätin Elke Heilig. Die neue Leiterin des Polizeireviers Pforzheim Nord nutzte die Gelegenheit, sich den Gemeinderäten vorzustellen.

Eine besonders gute Nachricht hatten Neumann und Heilig in Sachen Wohnungseinbrüche: Diese sind im Jahr 2016 auf fünf Fälle zurückgegangen, nachdem in den beiden Vorjahren jeweils zehn Fälle zu registrieren waren. Der Wermutstropfen: Keiner der Einbrüche konnte aufgeklärt werden.