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Die Polizei war mit zahlreichen Beamten vor Ort, um die Lage am Hauptbahnhof zu beruhigen.
Die Polizei war mit zahlreichen Beamten vor Ort, um die Lage am Hauptbahnhof zu beruhigen. © Foto: Bechtle
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Mehrere Polizeiautos standen am Sonntagabend vor dem Pforzheimer Hauptbahnhof.
Mehrere Polizeiautos standen am Sonntagabend vor dem Pforzheimer Hauptbahnhof. © Foto: Bechtle
12.02.2018

Polizei-Bilanz: Körperverletzungen und sexuelle Belästigungen bei Umzügen

Ersingen/Pforzheim/Durlach. Körperverletzungen, sexuelle Belästigungen und ein Einsatz der Pforzheimer Polizei am Hauptbahnhof haben den Faschingssonntag am Rande der Umzüge geprägt. Am Tag danach zieht die Polizei Bilanz.

Wie die Polizei am Montag mitteilt, kam es nach den Faschingsumzügen in Bilfingen und Ersingen am Sonntag zu mehreren Körperverletzungen. Um 17.30 Uhr mussten Beamten der Bereitschaftspolizei bei einer Schlägerei mit mehreren Beteiligten in der Lange Straße in Ersingen einschreiten. Dabei wurden drei Personen festgenommen: ein 18-jähriger Deutscher, ein 19-jähriger Deutscher und ein 21-jähriger Türke.

Wenige Minuten später soll laut Zeugenaussagen ein Ausländer eine junge Frau in der Straßenbahn (S5) von Bilfingen nach Pforzheim sexuell belästigt haben. Daraufhin gerieten mehrere Personen in der Bahn in handfeste Streitigkeiten. Als die S-Bahn den Pforzheimer Bahnhof erreichte, rannten offenbar mehrere schreiende Jugendliche und Heranwachsende aus der Bahn. Die Polizei war mit zahlreichen Beamten vor Ort, um die Lage zu beruhigen.

Um 18.30 Uhr brachte eine 17-Jährige eine weitere sexuelle Belästigung zur Anzeige gebracht: Ein junger Mann soll ihr demnach unsittlich an den Po gefasst haben. Der 20 Jahre alte türkische Tatverdächtige konnte identifiziert und zwischenzeitlich vorläufig festgenommen werden.

Dass an den geschilderten Vorgängen Flüchtlinge beteiligt waren, hat sich laut Polizei bislang nicht bestätigt.

Pyrotechnik und Rauchbombe am Rand des Umzugs in Durlach

Auch in Karlsruhe-Durlach musste die Polizei schlichtend eingreifen. Bereits vor Beginn des Umzugs am Sonntagnachmittag fielen vermehrt alkoholisierte Jugendliche und junge Menschen auf, die reichlich hochprozentigen Alkohol dabei hatten – darunter auch einige Gruppen junger Menschen mit Migrationshintergrund. Die Stimmung in den Reihen der Alkoholisierten war äußerst aggressiv. In der Menge wurde Pyrotechnik und eine Rauchbombe gezündet.

Durch das konsequente Einschreiten der Einsatzkräfte konnte die Situation geschlichtet werden. Insgesamt 17 Platzverweise mussten die Beamten aussprechen. Insgesamt 29 teilweise stark alkoholisierte Jugendliche wurden betreut, zwei davon mussten in einer Klinik behandelt werden. 13 Jugendliche wurden ihren Eltern übergeben. Ein 17-Jähriger wurde sogar mit 1,92 Promille aufgegriffen. Auffallend war, dass es sich bei der Mehrzahl der Alkoholisierten um Mädchen gehandelt hatte.

Die Faschingsumzüge am Sonntag in Neuhausen und Tiefenbronn verliefen laut Polizei friedlich und störungsfrei.

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