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Spurensicherung nach einem Einbruch: Die Frage, von welchem Ort aus die Polizei solche Einsätze koordinieren soll, bietet in der Region Nordschwarzwald weiterhin Zündstoff. Foto: Rehder, dpa-Archiv
Spurensicherung nach einem Einbruch: Die Frage, von welchem Ort aus die Polizei solche Einsätze koordinieren soll, bietet in der Region Nordschwarzwald weiterhin Zündstoff. Foto: Rehder, dpa-Archiv
28.07.2017

Polizeipräsidium ist schon wieder zum Politikum geworden

Die Nachwehen der Festlegung der Landesregierung auf ein Polizeipräsidium Nordschwarzwald, das seinen Sitz zwar in Pforzheim hat, dessen Kriminalpolizeidirektion aber in Calw angesiedelt wird, sind auch Tage danach zu spüren. Die Pforzheim-Fraktion, die möglichst viele operative Polizeieinheiten in der Präsidiumszentrale sehen möchte, beruft sich auf die Expertengruppe EvaPol, deren Empfehlungen Grundlage für die Reform der Polizeireform sind.

Sie leiten daraus ab: Die Kriminalpolizeidirektion sollte dort sein, wo der Kriminalitätsschwerpunkt ist – nämlich in der Großstadt. Und die Führung der Verkehrspolizei, über die noch nicht entschieden ist, sollte nahe an den Hauptverkehrsachsen sein – in Pforzheim. So argumentieren die FDP-Landtagsabgeordneten Erik Schweickert und Hans-Ulrich Rülke, die Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum (CDU) und Katja Mast (SPD) oder Enzkreis-Landrat Karl Röckinger.

Diejenigen, die die Einbindung Calws verteidigen, betonen den regionalen Gedanken. „Der Nordschwarzwald ist nicht nur Pforzheim“, sagen Thomas Blenke, CDU-Landtagsabgeordneter des Kreises Calw, und Calws Landrat Helmut Riegger. Man wolle Pforzheim dabei nichts wegnehmen, dafür kürzere Wege auch in den Kreis Freudenstadt garantieren. Dessen Landrat Michael Rückert hatte bei aller Freude über das neue Präsidium die Entfernung zu Pforzheim genauso angemahnt wie die Grünen-Landtagsabgeordnete des Enzkreises, Stefanie Seemann. Und der Calwer FDP-Kreisvorsitzende Rüdiger Klahm keilte besonders gegen die Spitzen seines Parteifreunds Rülke zurück.

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