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Symbolbild: dpa

Probleme nehmen auch in Straubenhardt zu: Schulsozialarbeiter am Limit

Straubenhardt. Immer wichtiger wird die Arbeit von Schulsozialarbeitern an den Bildungseinrichtungen im Enzkreis. Wie berichtet, nimmt ihre Zahl auch an den Grundschulen stetig zu. Straubenhardt ist eine der Gemeinden, die bereits auf dem Einsatz der Experten setzt, die der Träger miteinanderleben vermittelt.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats präsentierten Anna-Lena Körber, zuständig für die Wilhelm-Ganzhorn-Schulen, und Regina Speer, die an den Grundschulen in Ottenhausen und Feldrennach im Einsatz ist, ihren Bericht über das vergangene Jahr. Die Erst- bis Viertklässler hätten schon mit vielfältigen Problemen zu kämpfen. Speer berichtet von fehlenden Freunden, Konflikten, Mobbing, familiären Problemen, Ängsten, Verhaltensauffälligkeiten und Aggressivität. Bereits in diesem Alter anzusetzen sei wichtig, um auch präventiv Wirkung zu erzielen. Körber machte deutlich: Sowohl in der Grundschule als auch in den höheren Stufen ist Feuer unterm Dach. „Der Bedarf an Einzelfallhilfe ist deutlich gestiegen“, sagt sie. 62 Schüler habe sie im vergangenen Jahr intensiv betreut, zudem viel Elternarbeit geleistet. „Prävention und Klassenangebote sind so nur noch schwer unterzukriegen“, macht sie deutlich. Ebenso wie die langfristige Betreuung eines Jugendlichen oder einer Problemlage. „Ich kann dadurch keine gute, nachhaltige Sozialarbeit leisten“, verdeutlichte Körber: „Ich fühle mich wie eine Feuerwehrfrau, die die von einem Brand zum nächsten springen muss.“

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