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Volles Haus im PZ-Forum: Unter den Zuhörern waren auch viele, die selbst Probleme mit schmerzenden Gelenken haben. Foto: Ketterl
Volles Haus im PZ-Forum: Unter den Zuhörern waren auch viele, die selbst Probleme mit schmerzenden Gelenken haben. Foto: Ketterl
Was passiert im Gelenk? Professor Dr. Stefan Sell erklärt das leicht verständlich. Der Chef des Gelenkzentrums Schwarzwald an den Enzkreis-Kliniken in Neuenbürg verdeutlicht Patienten mit Gelenkschmerzen, wie man eine Operation durch Training lange vermeiden kann. In seinem Buch gibt er dafür „Hausaufgaben für Patienten mit Arthrose“. Foto: Ketterl
Was passiert im Gelenk? Professor Dr. Stefan Sell erklärt das leicht verständlich. Der Chef des Gelenkzentrums Schwarzwald an den Enzkreis-Kliniken in Neuenbürg verdeutlicht Patienten mit Gelenkschmerzen, wie man eine Operation durch Training lange vermeiden kann. In seinem Buch gibt er dafür „Hausaufgaben für Patienten mit Arthrose“. Foto: Ketterl
27.09.2016

Professor spricht im PZ-Forum über die Volkskrankheit Arthrose

Pforzheim/Neuenbürg. Professor Dr. Stefan Sell sprach im PZ-Forum über Volkskrankheit Arthrose. Wie viele Menschen betroffen sind, zeigten persönliche Zuhörerfragen.

Wenn jemand anschaulich machen kann, was in einem Knie passiert, dann der Neuenbürger Chef des Gelenkzentrums Schwarzwald, Professor Dr. Stefan Sell. Thomas Satinsky, der Geschäftsführende Verleger der „Pforzheimer Zeitung“, hatte bei der Begrüßung der rund 200 Gäste bei Sells Arthrose-Vortrag im PZ-Forum nicht zu viel versprochen. Der Spitzenchirurg, der eine Gelenkoperation nur als letztes Mittel einer Behandlung sieht, beschreibt, wie der Knorpel als eine Art Wasserfederung Bewegungen angenehm macht. Und warum es schmerzt, wenn dieser Knorpel geschädigt ist und Knochen auf Knochen reibt. Viele im Saal kennen diese Schmerzen. Das ist kein Wunder. Sell zitiert Studien, nach denen bis zu 35 Millionen Deutsche mit Arthrose in unterschiedlichen Stadien leben. Fünf bis 15 Millionen davon litten unter ernsten Beschwerden. Eine Volkskrankheit, macht Sell klar.

Seine Botschaft an die Betroffenen ist nicht bequem, macht aber Hoffnung. Bei ihm ist jeder Patient Herr über die eigene Lebensqualität. Wer fleißig und planvoll etwas für seinen Körper tue, erhalte sich lange Zeit ein aktives Leben – ohne sofortige OP. Weil eine Arthtrose nicht mehr umkehrbar sei, käme irgendwann zwar der Punkt für eine Operation. Aber auch dann gelte: Wer vorher trainiert hat, kommt hinterher deutlich besser wieder auf die Beine.

Zwei Drittel aller Menschen mit künstlichen Gelenken würden nach der OP wieder Sport machen. Zumal sein Chirurgie-Team bei Operationen die Muskeln schone und regelrecht „streichle“. Und das andere Drittel der Betroffenen? „Das hat vorher auch schon keinen Sport gemacht“, sagt Sell.

Dabei sei eines klar: Wer auf der faulen Haut liege, verordne dem wichtigen Gelenkknorpel eine regelrechte Hungerkur, so der Ärztliche Direktor des Gelenkzentrums an den Enzkreis-Kliniken Neuenbürg. Der werde durch stetes Be- und Entlasten regelrecht ernährt. Am Ende seines Vortrags wurde Sell, der nur am Rand auf künstliche Gelenke als letztes Mittel einging, mit sehr persönlichen Fragen bestürmt. Einige Beispiele:

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