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Freut sich auf den Baubeginn: Bürgermeister Udo Kleiner sitzt im Bagger, Katharina Quintel und Pierre Kreis von der Baufirma Strabag stehen daneben. 

Projekt in Kämpfelbach: Für den Radweg rollen die Bagger an

Kämpfelbach. Lange, intensiv und durchaus kontrovers hatte der Kämpfelbacher Gemeinderat über einen neuen Radweg zwischen Bilfingen und Ersingen diskutiert – und dann im April mehrheitlich grünes Licht für das Projekt gegeben, das komplett vom Land getragen und finanziert wird. Nachdem man ein paar Monate nichts mehr davon gehört hat, soll es nun bald losgehen: Am Montag, 17. Oktober, ist offizieller Baubeginn.

Dann wird schweres Gerät anrücken und entlang der Landesstraße 570 zwischen dem Kreisverkehr am Bilfinger Ortsausgang und der vor Ersingen gelegenen Antoniuskapelle einen neuen Geh- und Radweg herstellen.

Es handelt sich um ein Projekt, das im Gemeinderat nicht nur Befürworter hatte. Kritik war seinerzeit vor allem aus den Reihen von CDU und Liste Mensch und Umwelt (MuM) gekommen. Von einem „Schildbürgerstreich“ war die Rede, von „Steuerverschwendung“ und davon, dass der Radweg gefährlich sei und „vom Nirgendwo ins Nirgendwo“ führe. Bürgermeister Udo Kleiner sah das schon damals anders und konnte letztlich eine Mehrheit des Gemeinderats von der Sinnhaftigkeit des Projekts überzeugen. Er versteht den Radweg als Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und als „wichtige Infrastrukturmaßnahme“, die eine fußläufige Erreichbarkeit des geplanten neuen Feuerwehrhauses sicherstellen soll, das dereinst beim Kreisverkehr am Ortsausgang von Bilfingen gebaut werden könnte. Er denkt dabei vor allem an die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die aus seiner Sicht durch den neuen Fuß- und Radweg künftig eine bessere Möglichkeit hätten, zu Fuß oder mit dem Rad zum Feuerwehrhaus zu kommen.

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„Wir machen das nicht aus Jux und Tollerei“, betont der Bürgermeister, der sich über das Ergebnis der inzwischen erfolgten Ausschreibung freut: Für rund 213000 Euro hat die Firma Strabag den Auftrag erhalten. Eine Zahl, die trotz allenthalben steigender Bau- und Energiepreise unter der Kostenberechnung liegt. Wobei der Radweg formal sowieso nicht von der Gemeinde Kämpfelbach, sondern vom Land Baden-Württemberg gebaut und bezahlt wird.

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Wenn es ab dem 17. Oktober losgeht, soll zuerst der Oberboden abgetragen und anschließend das darunter liegende Erdreich verdichtet werden. Bevor der Asphalt folgt, wird noch eine neue Sickerleitung eingebaut. Wenn alles gut läuft und das Wetter mitspielt, will die Baufirma bis Mitte Dezember fertig sein. Verkehrsbehinderungen soll es laut Kleiner kaum geben. Falls überhaupt, dann nur für kurze Zeit, wenn der Bereich bei der Antoniuskapelle an der Reihe ist. Dort wird die Baufirma vermutlich auch anfangen und sich dann in Richtung Bilfingen vorarbeiten. Das ist der Plan, der allerdings noch geändert werden kann.

Bevor der Weg gebaut wird, haben sich Vertreter der Gemeindeverwaltung, der Bodensee-Wasserversorgung, von Terranets und Erdgas Südwest am vergangenen Donnerstag noch zu einem Ortstermin getroffen, um die projektierte Trasse noch einmal gemeinsam abzulaufen. Die Grundstücke dort befinden sich bereits im Besitz der Gemeinde.