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Mitarbeiter aus vier Call-Centern, unter anderem in Mazedonien, haben Tausende von Menschen mit falschen Gewinnversprechungen in eine Lotto-Spielgemeinschaft gepresst. Danach wurden sie mit bedrohlichen Anrufen vom Band terrorisiert und zu Zahlungen aufgefordert.
Mitarbeiter aus vier Call-Centern, unter anderem in Mazedonien, haben Tausende von Menschen mit falschen Gewinnversprechungen in eine Lotto-Spielgemeinschaft gepresst. Danach wurden sie mit bedrohlichen Anrufen vom Band terrorisiert und zu Zahlungen aufgefordert. © dpa
05.02.2015

Prozess Lotto 3000: Angeklagter schildert Abzocke

Mannheim/Enzkreis. Wie die mutmaßlich Betrogenen am Telefon ausgetrickst und zum Vertragsabschluss gebracht wurden, ist am zweiten Verhandlungstag des Lotto-3000-Prozesses diskutiert worden. Vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer des Mannheimer Landgerichts werden derzeit vier Angeklagte beschuldigt, Tausende, vor allem alte Menschen, etliche davon aus dem Enzkreis, betrogen und erpresst zu haben.

Einer der Angeklagten, ein ehemaliger Anwalt aus Heidelberg, hatte am Montag gestanden. Am Donnerstag rekonstruierte er den Ablauf der meisten Verkaufsgespräche. So riefen von den Angeklagten beauftragte Call-Center-Agenten aus Ludwigshafen, Dortmund, Mallorca und Mazedonien die Opfer in ganz Deutschland an. Unter falschen Gewinnversprechungen wurden trickreich Mitgliedschaften bei Lotto 3000 verkauft. Über das Thema Geldwäsche schien der Angeklagte etwas reservierter anzugehen.

Die Verhandlung soll am Montag mit den Aussagen der anderen Angeklagten fortgesetzt werden. Voraussichtlich am Freitag, 20. Februar, kommen Geschädigte zu Wort.

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