Rechtsstreit um Hoffnungshäuser befürchtet

Straubenhardt. Die Hoffnungshäuser in Conweiler können kommen – zumindest, was den Bebauungsplan angeht. Diesen hat der Gemeinderat am Mittwoch einstimmig beschlossen.

Auf dem Grundstück will die Kommune bezahlbaren Wohnraum schaffen und gleichzeitig eine Anschlussunterbringung für geflüchtete Menschen mit guter Bleibeperspektive. Bereits in der Anfangsphase der Planung hatte sich Protest aus der Nachbarschaft geregt. Daraufhin hat die Gemeinde die Zahl der vorgesehenen dreistöckigen Häuser von vier auf zwei reduziert. Zahlreiche Stellungnahmen sind im Bebauungsplanverfahren eingegangen, auch von privater Seite, teils über Schreiben von Anwälten. Gesorgt wird sich unter anderem wegen eines geplanten Spielplatzes, Lärms, der Höhe der Gebäude, der Belichtungssituation und Nutzungskonflikten. „Es wird zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten kommen“, heißt es etwa in einem der Schreiben. Laut Bürgermeister Helge Viehweg bestehe durchaus die Gefahr, dass rechtliche Schritte folgen: „Wir sind in einem Rechtsstaat.“ Man habe die Tür nicht zugeschlagen, bleibe gesprächsbereit, versicherte er in Richtung der Projekt-Gegner.