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Die Kandidaten der Liste Mensch, Umwelt und Zukunft stellten sich den Fragen der Bevölkerung.  Foto: Meister 

Reges Interesse bei öffentlicher Vorstellung der neuen Schömberger Liste

Schömberg. „Mensch, Umwelt und Zukunft sind die entscheidenden Begriffe der gleichnamigen Liste“, charakterisierte Susanne Ring. Die neue Schömberger Liste (MUZ) stellte sich den Fragen zahlreicher Interessierter.

Die Gruppierung umfasst jeweils neun Frauen und neun Männer aus allen Altersstufen und beruflichen Bereichen. Initiiert wurde die Liste von den SPD-Gemeinderatsmitgliedern Susanne Ring und Elfriede Mösle-Reisch. Bei der Vorstellung sprach Nadja Renk von einem „lebendigen Ort“. Für Susanne Ring gilt es zukunftsorientiert zu denken und dabei alte Probleme bei Seite zu legen. Erst seit eineinhalb Jahren wohnt Constantin Walter in Schömberg. Für ihn gilt es, den Ort attraktiv zu halten. Bei der Fragerunde stand die touristische Zukunft von Schömberg im Mittelpunkt. Dabei waren sich die Kandidaten der MUZ über einen naturnahen Tourismus einig. „Keiner aus der Liste wird sich für einen intensiven Tourismus einsetzen“, stellte Jan Neuweiler klar. Dabei gelte es vor allem bestehende Einrichtungen instand zu halten und zu pflegen. Eine Augenblickrunde und ein Premiumwanderweg könnten das Angebot ergänzen. Kritischen Fragen zu einer geplanten Stahlseilrutsche entgegnete Elfriede Mösle-Reisch, dass die Planungen noch am Anfang stehen. Ebenso kritisch beäugten Fragende den Bau eines Aussichtsturms. „Es kann nicht sein, dass wir für den Kindergarten einen Ausgleichsstock benötigen und gleichzeitig einen Turm für mehrere Millionen Euro bauen“, mahnte eine Person aus dem Publikum. Seiner Meinung nach hatten sich die bisherigen Mitglieder der SPD-Fraktion zu wenig gegen den Turm eingesetzt. Natürlich kam auch das Thema der Windenergieanlagen zur Sprache. „Wir stehen für eine Energiewende in welcher Form auch immer“, erklärte Catherina Haessler. Dabei können sich die Kandidaten Windkraftanlage auf konfliktarmen Flächen vorstellen. Groß auf die Fahnen hat sich die Liste MUZ das Thema Bürgernähe geschrieben. Im Wahlkampf werden die neuen Medien eingesetzt und Erstwähler persönlich angeschrieben. Die Kandidaten versicherten, dass es in der neuen Legislaturperiode offene Fraktionssitzungen der MUZ geben wird. So will die Liste den Bürgern die Möglichkeit bieten, Anregungen einfließen zu lassen.