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Der Streik der Eisenbahner hat auch in der Region für verärgerte Fahrgäste gesorgt, die auf Bahnhöfen standen und nicht wussten, wie sie weiterfahren sollten.
bahnstreik © dpa
01.09.2014

Region von Warnstreiks der Lokführer betroffen

Nach dem bundesweiten Warnstreik bei der Bahn kann es im Regionalverkehr in Baden-Württemberg noch zu Ausfällen kommen. Einige Züge stünden am Dienstagmorgen nicht am jeweiligen Startbahnhof zur Verfügung, teilte ein Bahnsprecher mit.

Reisende und Pendler im Südwesten hatte der Warnstreik am Montagabend voll getroffen. Am Stuttgarter Hauptbahnhof standen zahlreiche Züge still. Bei den S-Bahnen ging nichts mehr voran. Zudem waren Passagiere einiger Fernverkehrszüge von dem Ausstand betroffen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte am Montag ein neues Tarifangebot der Bahn abgelehnt und ihre Mitglieder zu einem dreistündigen Warnstreik im Personen- und Güterverkehr aufgerufen. Zum Ende des Streiks sagte der GDL-Bezirksvorsitzende Lutz Dächert, dass rund 70 bis 75 Prozent der Züge im Südwesten ausgefallen seien.

Wie die Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) am Montagabend mitteilte, waren die Linien S4 und S5 der S-Bahn Karlsruhe betroffen. Zudem waren die RE- und IRE-Linien zwischen Karlsruhe und Stuttgart mit Halt in Pforzheim betroffen. Das deutliche schlechtere Los hatten allerdings die Fahrgäste der S-Bahn Stuttgart gezogen: Der S-Bahn-Verkehr wurde im gesamten Verbundgebiet eingestellt. Die Passagiere am Stuttgarter Hauptbahnhof reagierten überwiegend mit Unverständnis auf den Ausstand. Viele Reisende warfen den GDL-Mitgliedern vor, der Warnstreik sei nur unzureichend angekündigt worden - und treffe die Falschen. Die Taxen waren im Dauereinsatz, die Schlange am Info-Schalter erstreckte sich durch die halbe Bahnhofshalle. Um jeden Bahn-Mitarbeiter sammelte sich eine Menschentraube. Die Stimmung: gereizt.

Wie die Deutsche Bahn auf ihrer Internetseite mitteilt, erhalten Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant durchführen können ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstattet. Zudem dürfen Reisende nach Bahn-Angaben auch höherpreisige Züge (IC, ICE, EC) nutzen, um zum Zielort zu gelangen.

Infos zur aktuellen Fahrplanlage erhalten Sie hier.