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Seit Gründung des Regionalverbands Nordschwarzwald im Jahr 1974 hat es das doch nie gegeben: Die Verbandsversammlung der Region will mit aller Macht verhindern, dass auf der Neuenbürger Wilhelmshöhe ein Drogeriemarkt mit 650 Quadratmetern in ein bestehendes Gebäude einzieht.
Regionalverband zeigt Rote Karte in Sachen Drogeriemarkt © dpa
01.12.2010

Regionalverband zeigt Rote Karte in Sachen Drogeriemarkt

NEUENBÜRG. Seit Gründung des Regionalverbands Nordschwarzwald im Jahr 1974 hat es das doch nie gegeben: Die Verbandsversammlung der Region will mit aller Macht verhindern, dass auf der Neuenbürger Wilhelmshöhe ein Drogeriemarkt mit 650 Quadratmetern in ein bestehendes Gebäude einzieht.

Deshalb macht er erstmals von seiner stärksten Waffe Gebrauch und spricht ein sogenanntes Planungsgebot aus. Den Beschluss fassten die Regionalräte am Freitag im Landratsamt des Enzkreises einstimmig bei einer Enthaltung des Straubenhardter Bürgermeisters Willi Rutschmann. Das bedeutet: Dem Gemeinderat Neuenbürg, der anderer Auffassung ist, wird auferlegt, "bis zum 14. Dezember 2010" einen Beschluss zu fassen, der dies verhindert. Außerdem wird die Stadt Neuenbürg verpflichtet, "die Zurückstellung des Baugesuchs" eines Karlsruher Unternehmens vom August 2010 für den Fachmarkt für Drogerieartikel "unverzüglich zu beantragen." Der entsprechende Brief soll am Freitag aus der Geschäftsstelle des Regionalverbands in Pforzheim nach Neuenbürg verschick werdent. Dagegen hat Neuenbürg die Möglichkeit zu klagen, was alle beteiligten Seiten erwarten. Dennoch will der Regionalverband einen letzten Vermittlungsversuch unternehmen.