nach oben
Hoffend auf beständigen Hochwasserschutz begleiten zahlreiche Bürger und Politiker den Baggerbiss am Nöttinger Hochwasserrückhaltebecken. Foto: Zachmann
Hoffend auf beständigen Hochwasserschutz begleiten zahlreiche Bürger und Politiker den Baggerbiss am Nöttinger Hochwasserrückhaltebecken. Foto: Zachmann
25.07.2017

Remchingen: Bauarbeiten für größtes Hochwasserrückhaltebecken im Kreis

Remchingen-Nöttingen. Zwischen Sonne und Wolken bekam das Mammut-Bauprojekt zur Sanierung und Erweiterung des Nöttinger Hochwasserrückhaltebeckens noch vor dem offiziellen Baggerbiss eine Wassertaufe von oben. Damit können nun die bis Ende 2018 angesetzten Bauarbeiten am größten Rückhaltebecken des Enzkreises mit geplanten Kosten von 6,1 Millionen Euro beginnen, von denen das Land 4,3 Millionen Euro übernimmt.

„Das ist heute ein ereignisreicher Tag – nicht nur für uns, sondern auch für die Nachbargemeinden“, begrüßte Bürgermeister Luca Wilhelm zahlreiche Vertreter aus Bürgerschaft und Politik. Viele von ihnen hatten die verheerenden Bilder des ersten Junitags 2013 noch vor Augen, als das Wasser vor Nöttingen bis zur Belastungsgrenze stand und der Damm zu brechen drohte. Obwohl die Kommune das Becken erst im Jahr 1998 mit einem Rückhalteraum von 160 000 Kubikmetern gegen damals 100-jährliche Hochwasserereignisse bauen ließ, ergaben bereits 2011 von Remchingen angestoßene Untersuchungen, dass unter anderem durch klimabedingte Starkregenereignisse nur noch 30- bis 50-jährlicher Schutz gegeben ist. „Durch das jetzige Projekt wird das Becken die Bürger wieder vor einem Hochwasser schützen, wie es alle 100 Jahre vorkommen kann. Daher hat das Land gerne die 4,3 Millionen Euro zugeschossen“, erklärte Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Im Namen der anwesenden Landtags- und Bundestagsabgeordneten betonte Stefanie Seemann (Grüne): Hochwasserkatstrophen seien Prüfsteine, bei denen es gelte, zusammenzustehen: „Wir halten zusammen, auch als Land.“

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.