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11.12.2018

Remchingens Bürgermeister Prayon hat eine berühmte Cousine

„Ich finde es wundervoll, dass sie so erfolgreich geworden ist“, freut sich der Remchinger Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon über seine im TV und auf der Bühne deutschlandweit bekannt gewordene Cousine. Und erinnert sich: „Sie war schon als junges Mädchen sprachgewaltig und ausdrucksstark.“

Wenn am Freitagabend die „Heute-Show“ im Fernsehen läuft, sitzt Prayon – wenn es seine Termine erlauben – vor dem Fernseher. Und das nicht nur, weil die Satire-Sendung zu seinen TV-Favoriten zählt. Nein, der Remchinger Bürgermeister freut sich immer besonders, wenn die Figur Birte Schneider auftritt. Die Kabarettistin heißt eigentlich Christine Prayon – und ist die Cousine des 42-Jährigen. „Ich finde es wundervoll, dass sie so erfolgreich geworden ist“, freut sich Prayon und erinnert sich: „Sie war schon als junges Mädchen sprachgewaltig und ausdrucksstark.“

Lustige Familienfeste

An diese Zeit kann sich der Bürgermeister gut erinnern – als er und die 44-Jährige Kinder waren und sich immer mal wieder sahen. Allerdings waren die Treffen nicht allzu häufig, denn Prayons Eltern lebten mit ihren vier Kindern – der Bürgermeister hat drei Geschwister – in Tübingen, wo sein Vater an der Uni unterrichtete. Die Verwandtschaft väterlicherseits wohnte in der Gegend bei Bonn. „Alles typische Rheinländer“, lacht Prayon. Man traf sich immer bei großen Familienfesten, erzählt er. „Mit allen Cousins und Cousinen waren wir zehn Kinder, da war natürlich immer etwas los.“

Christine Prayon: Die Kabarettistin ist auf vielen Kleinkunstbühnen zu Gast. 


Später verfolgte er den Werdegang seiner Cousine, die zunächst Germanistik und Romanistik studierte und dann umsattelte und eine Schauspielausbildung in München absolvierte. Es folgten Rollen im Fernsehen und auf Schauspielbühnen, später entwickelte sie ein Kabarett-Programm und gewann den Kleinkunstpreis des Landes Baden-Württemberg. „Gerade in diesem Bereich ist es schwierig, von seiner Arbeit leben zu können und trotzdem anspruchsvolle Dinge zu machen“, sagt Prayon. Er findet es toll, dass seine Cousine diesen schwierigen Spagat geschafft habe – und schaut sich auch abseits der „Heute-Show“ gerne ihre Auftritte an.

So ließ er es sich nicht entgehen, als sie vor rund einem Jahr im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim zu Gast war. Als sie am vergangenen Samstag in der Calwer Musikschule ihr Programm „Die Diplom-Animatöse“ präsentierte, konnte er es leider nicht einrichten, bedauert Prayon. „Sie sollte mal in unsere Kulturhalle in Wilferdingen kommen, da wäre ein Treffen ganz einfach“, lacht der zweifache Familienvater.

Eigentlich weist sein Beruf als Bürgermeister ja durchaus gewisse Parallelen zur Schauspielwelt seiner Cousine auf: Schließlich gehören auch bei dem Verwaltungsfachmann Auftritte dazu – die Bühne heißt dann eben Gemeinderat, Kreistag, Einweihung, Spatenstich oder auch Pressegespräch. Aber so weit möchte Prayon dann doch nicht gehen. „Als Bürgermeister ist man doch grundsolide“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Und es sei auch gar nicht sein Ding, bei jedem Termin lange Reden zu halten. Wenn er beispielsweise bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes viele gespannte Eltern sehe, halte er sich ganz kurz. „Denn ich weiß, dass sie auf den Auftritt ihrer Kinder warten – nicht auf mich.“

Aber etwas anderes sei bei beiden Berufen durchaus ähnlich, ergänzt Prayon nach einigem Nachdenken: „Man sollte den Kontakt mit den Menschen mögen.“ Es sei hilfreich, wenn man gut gelaunt durch den Tag gehe und sich freue, wenn man Menschen trifft. Das Kommunikative sei wichtig – und das haben zweifellos beide Prayons: die Kabarettistin und der Bürgermeister.

pforzheimer007
12.12.2018
Remchingens Bürgermeister Prayon hat eine berühmte Cousine

echt wichtig....wahnsinn...wir sind informiert....und vermutlich stammen wir doch alle vom affen ab? mehr...