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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Gegen eine närrische Anklage wusste sich Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon (Dritter von links) vor dem Remchinger Narrentribunal geschickt zu verteidigen: Mit gereimten Worten, und Süffigem. © Foto: Zachmann
08.02.2018

Remchinger Narrentribunal fordert Dorfsheriff und Hallenbad im Rathaus

Remchingen. Auch beim dritten Remchinger Narrentribunal in der bunt gefüllten Kulturhalle gingen die Anklagepunkte gegen Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon nicht aus.

Bildergalerie: Remchinger Narrentribunal in der gefüllten Kulturhalle

Kaum hatte Markus Gartner vor der Richterschaft aus Töpfleshexe, Spaßvogel, Keltereckesel, Pfinztroll, CGS-Präsidentin Sarah Sebastian und erstmals einem Bäredaifel die Vollzugsglocke geläutet, schon unkte das amtierende Prinzenpaar Ines I. Schönthaler und Adrian II. Schimanke, dass Prayon auch nach erfolgreicher Wiederwahl nicht ungeschoren davonkomme: „Die machen weiter unverdrossen und haben ihr Pulver lange nicht verschossen.“ Da es zur Parküberwachung noch keinen Dorfsheriff gebe, müsse man eben selbst üben: „Lernen Sie schießen und treffen sie Freunde.“ Stattdessen wachse das neue Rathaus wie der Turmbau zu Babel in die Höhe. Statt Tiefgarage schlugen die Narren ein Hallenbad vor: „Macht das nicht Sinn? Das Wasser steht schon drin.“ Eine umweltfreundliche Rikscha als Bürgerbus könne schließlich die Rathausmannschaft ziehen.

„Halt, so einfach ist es nicht – auch die Verteidigung hat Gewicht“, konterte Prayon geschickt und hielt den Klägern mit passenden Reimen den Spiegel vor, bevor das Tribunal als Wiedergutmachung nicht nur Amtskette und goldenen Rathausschlüssel abluchste, sondern Prayon auch gegen den Pfinztroll Fabian Müller Sekt und Bier aufwiegen ließ. Auch bei der anschließenden Ü30-Party der Spaßvögel und der Aztekas musste bei gut gelaunter DJ-Musik keiner auf dem Trockenen bleiben.