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So voll ist es in der Remchinger Kulturhalle selten, wenn es um Kommunalpolitik geht: Vor rund 250 Bürgern erläutert der Sachverständige Claus Jürgen Diederichs (Mitte), wie er auf Kosten von 19,5 Millionen Euro für den Rathaus-Neubau kommt. Der Gutachter war auf Einladung des Bürgervereins für Demokratie und Bürgerbeteiligung um Lothar Wolf (links) und Lorenz Praefcke gekommen. Foto: Zachmann
So voll ist es in der Remchinger Kulturhalle selten, wenn es um Kommunalpolitik geht: Vor rund 250 Bürgern erläutert der Sachverständige Claus Jürgen Diederichs (Mitte), wie er auf Kosten von 19,5 Millionen Euro für den Rathaus-Neubau kommt. Der Gutachter war auf Einladung des Bürgervereins für Demokratie und Bürgerbeteiligung um Lothar Wolf (links) und Lorenz Praefcke gekommen. Foto: Zachmann
25.02.2016

Remchinger Rathaus-Millionen wecken großes Interesse

Remchingen. Bezüglich der Kosten für den geplanten Rathaus-Neubau in Remchingen gibt es seit Monaten zwei verschiedene Berechnungen: Während die von der Kommune beauftragten Architekten von 13,9 Millionen Euro für den Bau bei der Kulturhalle ausgehen, rechnet der Verein für Demokratie und Bürgerbeteiligung mit 19,5 Millionen Euro. Die Rathaus-Gegner berufen sich dabei immer wieder auf den emeritierten Münchner Universitätsprofessor Claus Jürgen Diederichs. Dieser stellte sein Kostengutachten nun vor rund 250 Bürgern in der Kulturhalle vor.

Im Wesentlichen hält der auch als Gutachter tätige Diederichs an seinen bereits im Sommer prognostizierten Gesamtkosten für das Projekt in Höhe von 19,5 Millionen Euro fest. Die Differenz von rund 5,6 Millionen Euro zur Rechnung der für das Projekt zuständigen Architekturbüros Steimle sowie Guggenberger und Ott kommt folgendermaßen zustande: Was den eigentlichen Baukörper und die Tiefgarage betrifft, so kommen beide mehr oder weniger auf denselben Nenner. Für manchen Anwesenden – neben Gegnern sind auch einige Befürworter des Projekts vor Ort – an dem Abend der Beweis, dass die Architekten richtig rechnen.

Diederichs allerdings setzt zusätzlich eine Risikoreserve für unerwartete Komplikationen und Baupreissteigerungen bei verzögertem Baubeginn in Höhe von 2,9 Millionen Euro an: „Es gibt immer Pannen.“ Hinzu kommt eine halbe Million weiterer Baunebenkosten. „An der Planung zu sparen, ist in jedem Falle falsch“, sagt der Sachverständige.

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