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Mit diesem Plakat am Altenpflegeheim drückten ein paar Remchinger ihren Unmut gegenüber der Baumfällaktion aus. Im Zentrum der Kritik: Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon. privat
Mit diesem Plakat am Altenpflegeheim drückten ein paar Remchinger ihren Unmut gegenüber der Baumfällaktion aus. Im Zentrum der Kritik: Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon. privat
29.02.2016

Remchinger Rathauschef steht am Pranger

Remchingen. Remchingen kommt nach der Baumfällaktion am Freitag auf dem Wilferdinger San-Biagio-Platani-Platz nicht zur Ruhe. Personen, die dem ortsansässigen Bürgerverein für Demokratie nahestehen, zeigten bis gestern Morgen mit einem Plakat ihren Unmut über die Aktion: „Caesar Prayon, er kam, sah und sägte“, sprang der Bevölkerung vom Altenpflegeheim in unmittelbarer Nachbarschaft des Platzes entgegen. Neben den Trauerkerzen standen auf den Baumstümpfen auch Namen von Gemeinderatsmitgliedern und Vertretern der Verwaltung. Mittlerweile sind diese auf Anlass der Gemeinde übersprüht worden.

Den beiden Grünen des Gemeinderats wird die Situation nun offenbar zu bunt. Sie wünschen sich Rathaus-Befürworter und Gegner an einen Tisch, damit die Situation nicht aus dem Ruder läuft und sich die Gräben zwischen den beiden Parteien nicht noch weiter vertiefen.

„Bedauerlicherweise beobachten wir eine zunehmende Eskalation. Wir wollen eine Abkehr von diesem Pfad“, schreiben Till Siegenthaler und Klaus Fingerhut. Ein Rathausneubau sei es nicht wert, eine dauerhafte Spaltung des Orts zu riskieren.

Das „nicht abgestimmte Vorgehen“ bei der Rodung bedauern die beiden Grünen. Es sei zwar keine Überraschung, dass die Bäume auf dem für das Millionenprojekt vorgesehenen Platz gefällt werden und dass dies vor Beginn des Frühjahrs geschehen sollte. Überraschend sei jedoch, dass dies im Angesicht des angestrebten Bürgerbegehrens in der Sache geschehe und bevor eine Baugenehmigung vorliege. „Egal, wie wir das Bürgerbegehren inhaltlich beurteilen“, so Siegenthaler und Fingerhut weiter.

Auf Verwaltungskurs

Anders als ihre beiden Grünen Kollegen sehen das Dieter Walch (CDU) und Antje Hill (SPD.

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