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Im Kreise der Kameraden ehrten Kreisbrandmeister Christian Spielvogel (rechts), Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon (von links) und Verbandsvorsitzender Markus Haberstroh Gesamtkommandant Marc Unger, Stephan Vollmer, Stefan Repitsch, Dustin Schröder, Roman Roth und Christian Sieb.  zachmann
Im Kreise der Kameraden ehrten Kreisbrandmeister Christian Spielvogel (rechts), Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon (von links) und Verbandsvorsitzender Markus Haberstroh Gesamtkommandant Marc Unger, Stephan Vollmer, Stefan Repitsch, Dustin Schröder, Roman Roth und Christian Sieb. zachmann
18.05.2016

Remchinger Wehr zeigt sich leistungsfähig, hofft aber auf neuen Standort

Remchingen. Wir sind leistungsfähig“, konnte Marc Unger bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Remchingen gleich mehrmals feststellen. Der Gesamtkommandant bezog seine Aussage nicht nur auf 2015, dem „Jahr der Brände“, in dem der Piepser die 73 Kameraden, darunter drei Frauen, insgesamt 66 Mal aus Beruf, Freizeit oder Schlaf gerissen hatte und sie zu 18 Bränden, 31 Technischen Hilfen und 17 Feueralarmen eilten (neben vermehrten Bränden hatten sich die Einsätze auf der A8 nach dem Ausbau auf zwölf halbiert).

Vielmehr richtete Unger seinen Blick auf insgesamt 444 Einsätze der vergangenen sechs Jahre, die er in mühevoller Detailarbeit zusammengetragen hatte, um für den neuen Feuerwehrbedarfsplan verlässliche Fakten zu haben.

Unter den 444 Einsätzen (1,42 pro Woche, Hochwasserextrem ausgenommen) befanden sich 114 Brände, 220 Technische Hilfen und ganze 110 Fehlalarme. 117 waren zeitunkritisch, 18 von höchster Alarmstufe.

Unter anderem für die zeitkritischen Einsätze Stufe 2 und 3 innerhalb der Gemeinde berechnete Unger auf die Sekunde, wann welche Abteilung eintraf. Dabei sei die Leistungsfähigkeit auch im Großbrandfall bei beiden Abteilungen gegeben, solange sie selbst mit dem ersten Fahrzeug kommen, die jeweils andere Abteilung mit dem zweiten. Aber: Wäre Nord (Wilferdingen/Singen) als Erstfahrzeug nach Süd (Nöttingen/Darmsbach) gefahren, hätte man 10,70 Minuten (also 1,77 Minuten länger als Süd) gebraucht. Wäre Süd dagegen als Erstfahrzeug nach Nord gekommen, hätte es 11,57 Minuten (und damit für mehr oder weniger gleichen Weg ganze 4,52 Minuten länger als Nord) gedauert. In der Konsequenz für Unger ein klares Zeichen, dass der Standort des Nöttinger Feuerwehrhauses überdacht werden müsse. Nachdem die Gemeinde bereits positive Signale gegeben habe, was den Wunsch nach einem hauptamtlichen Gerätewart angeht, hoffe Unger auch bei der Neubaufrage auf eine klare Richtungsvorgabe: Nichts sei schlimmer als Ungewissheit. Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon, der sich für das hochkompetente Engagement der Wehr bedankte, kündigte eine gemeinsame Klausurtagung im Sommer an.

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