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Auch ohne Schnee gab es ein Schlittenhunderennen rund um Dobel. Tiere und Zuschauer hatten trotzdem ihren Spaß. © Samsony
Mit dem Trainingswagen ging es beim Schlittenhunderennen in Dobel auf die Piste. © Samsony
Zu wenig Schnee beim Dobler Schlittenhunderennen © tvbw
10.12.2011

Rennen ohne Schnee: Schlittenhunde ziehen Trainingswagen rund um Dobel

Dobel. Knapp 60 Schlittenhundeführer sind am Wochenende beim fünften Dobler Schlittenhunderennen an den Start gegangen. Auch wenn kein Schnee gefallen war, zeigten sich sowohl Teilnehmer als auch Organisatoren sehr zufrieden vom Verlauf der Veranstaltung.

Bildergalerie: Faszinierende Impressionen vom Schlittenhunderennen in Dobel - 1

Die Atmosphäre auf dem Gelände unter dem Dobler Wasserturm war recht familiär. Man kennt sich in der Schlittenhundeszene, man freut sich auf das ein oder andere Wiedersehen, zumal die Teilnehmer an diesem Wochenende aus der gesamten Republik angereist waren. Sei es aus Friesland, dem Ruhrgebiet oder auch dem Thüringer Wald, viele wollten beim ersten Rennen der Saison, die noch bis März geht, dabei sein.

Bildergalerie: Faszinierende Impressionen vom Schlittenhunderennen in Dobel - 2

Ein wenig enttäuscht waren jedoch alle darüber, dass es in diesem Jahr keinen Schnee gegeben hatte. So blieben die Schlitten auf dem Anhänger und die Hunde wurden vor die Trainingswagen eingespannt. „Das macht für die Hunde etwa 60 Kilogramm mehr Gewicht, das sie ziehen müssen, da der Trainingswagen mit den Rädern natürlich sehr viel schwerer ist und mehr Reibung hat, als ein Schlitten. Es macht den Hunden und auch uns Mushern viel mehr Spaß auf Schnee“, sagt Schlittenhundeführer Michael Folz.

Musher, das sind die Schlittenhundeführer. Bei ihnen ist die 25 Kilometer lange Strecke auf dem Dobel besonders beliebt. „Es ist nicht so, dass man hier immer nur durch den Wald fährt und nichts sieht. Man hat am Start und auch auf der Strecke eine wunderschöne Aussicht. Wenn das Wetter mitspielt kann man sogar bis nach Mannheim sehen“, sagt Musher Klaus Frank.

Ein weiteres Argument, warum die Schlittenhundefans immer gerne auf den Dobel kommen sei die Organisation. Das Team der Dobler Feuerwehr sorgte vom Aufbau über die Verpflegung für Hunde und Führer an der Strecke bis hin zur Bewirtung der Gäste für einen reibungslosen Ablauf. Auch der Musherabend mit Live-Musik am Samstagabend ist eines der Highlights der Veranstaltung gewesen.

Die Tour wurde letztlich nicht unter Wettkampfbedingungen gestartet. Man nahm die Gelegenheit wahr, einen Trainingslauf auf der 25 Kilometer langen und sehr anspruchsvollen Strecke zu fahren. Das Resümee von Rennleiter Andreas Kraft fiel jedoch trotz der für solch ein Rennen schlechten Wetterverhältnisse positiv aus. „Wenn wir bedenken, dass es bis am späten Freitag Nachmittag noch regnete, dann können wir mit der Resonanz sehr zufrieden sein.“

Auch für die Besucher am Sonntag Morgen hat sich der Ausflug zum Dobel gelohnt. Das Musherdorf mit den vielen Wohnwägen und Zelten lud das Publikum zu einem Gespräch mit den Teilnehmern ein. Besonders viel Spaß hatten die kleinen Gäste, die die braven Hunde streicheln und mit ihnen spielen durften. Stavros Georgiou