nach oben
12.08.2015

Rettungsdienste sollen schneller am Einsatzort sein

Enzkreis/Pforzheim. In Pforzheim und dem Enzkreis hat sich die Einhaltung der Hilfsfristen im Rettungsdienstwesen im letzten Jahr verschlechtert. Die CDU-Fraktion im Kreistag des Enzkreises wollte die Gründe und eine Gegenstrategie wissen. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass in mindestens 95 Prozent der Notfälle Rettungsdienst und Notarzt in 15 Minuten am Einsatzort sein müssen. Laut Daten des Innenministeriums sei die Hilfsfrist in Pforzheim und dem Enzkreis von 96,1 Prozent im Jahr 2013 auf 93,6 Prozent im Jahr 2014 gesunken.

Die Ursache dafür liegt nach Auffassung vom Ersten Landsbeamten des Enzkreises, Wolfgang Herz, ausschließlich in der veränderten Berechnungsmethode bei der Hilfsfristermittlung. Der Ausschuss für den Rettungsdienst im hiesigen Bereich habe bereits im März ein inzwischen beschlossenes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. „Außerdem tragen Innenministerium, Regierungspräsidien und die jeweilige Rechtsaufsicht dafür Sorge, dass entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.“ Zu den beschlossenen Maßnahmen zähle neben der Ausrüstung der Fahrzeuge mit GPS, der Bereitschaftsverlängerung des zweiten Rettungsdienstfahrzeuges in Mühlacker sowie der Erweiterung auf ein viertes Rund-um-die-Uhr Fahrzeug im Versorgungsbereich Pforzheim auch die probeweise Stationierung eines Rettungswagens zwischen 9 Uhr und 19 Uhr an Werktagen im Brötzinger Tal, die Verlegung der Wache des Arbeiter-Samariter-Bundes an das Siloah-Klinikum und eines DRK-Wagens an das Helios-Klinikum sowie der DRK-Rettungswache in die Kieselbronner Straße.