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Die Rettungshunde in der Region sind derzeit stark gefordert.
Die Rettungshunde in der Region sind derzeit stark gefordert. © BRH Rettungshunde Nördlicher Schwarzwald
31.07.2013

Rettungshunde in der Region derzeit im Dauereinsatz

Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw. Die Rettungshunde in der Region sind in diesen Tagen im Dauereinsatz. Nach der großen Suchaktion nach einem Patienten des Klinikums Pforzheim am Sonntag in der Innenstadt haben sie am Montag in Hirsau nach einem 62 Jahre alten Mann gesucht, der aus der Psychiatrie abgehauen war. Am Dienstagabend folgte schließlich die Suche nach einem 83 Jahre alten Mann, der aus dem Johanneshaus in Bad-Liebenzell verschwunden war.

26 Kräfte unterschiedlicher Rettungshundestaffeln mit 13 Flächensuchhunden und fünf Mantrailer-Hunden waren hier im Einsatz, um nach einem 83-jährigen, unter Demenz leidenden Mann zu suchen. Der Senior entfernte sich gegen 14.30 Uhr und war nicht mehr auffindbar. Da davon auszugehen war, dass er möglicherweise die Orientierung verloren hat und nicht mehr zurückfindet, wurde eine Suchaktion eingeleitet, an der unter anderem auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war. Schließlich konnte der Mann unweit des Johanneshauses lebend aufgefunden werden. Er wurde vorsorglich zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert.

Von dem 62-jährigen Mann, der aus dem Zentrum für Psychiatrie Nordschwarzwald verschwunden ist, fehlt nach Polizeiangaben weiterhin jede Spur. Wie die Calwer Polizeisprecherin Sabine Doll gegenüber PZ-news erklärt, hätten die Rettungshundestaffeln bereits am Montag alles in der Nähe der Klinik abgesucht, ihn aber nicht gefunden. Der Mann wird seit Sonntagnachmittag vermisst. „Meistens tauchen Patienten, die aus der Klinik verschwinden, dann wieder bei sich daheim auf. Dass sie so lange unauffindbar bleiben, ist eher ungewöhnlich“, sagt Sabine Doll. Der Mann sei seelisch krank, aber nicht gefährlich.

Rettungshundestaffeln des Deutschen Roten Kreuzes aus Calw, Sindelfingen, Pforzheim, Freudenstadt, Graben und Stuttgart, die Rettungshundestaffel Nördlicher Schwarzwald, die Rettungshundestaffel des Malteser Hilfsdienstes und Hunde der Johanniter Unfallhilfe hatten am Montag nach dem Vermissten gesucht. Insgesamt waren 52 Kräfte mit 23 Flächensuchhunden und 5 Mantrailer-Hunden bis gegen 21.45 Uhr im Einsatz.

Der 62-Jährige ist rund 175 cm groß, schlank und trägt graues, kurzes Haar. Bekleidet ist er mit einem blauen T-Shirt, einer blauen Jeans und blau-weißen Turnschuhen. Wer den Mann gesehen hat oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben kann wird gebeten, sich beim Polizeirevier Calw, Telefon 07051 1610, zu melden.

In Pforzheim hatte vor allem die Suche nach einem 62 Jahre alten Patienten des Klinkums die Rettungshunde gefordert. Sie hatten ihn schließlich in einem Rohbau des Klinikums gefunden, wo er die Nacht verbracht hatte.

Doch auch andere Suchen beschäftigten die Pforzheimer Polizei: So hatte eine Polizeistreife am Sonntagmorgen gegen 8.30 Uhr eine verwirrte, 53 Jahre alte Frau in der Lindenstraße aufgegriffen und in Gewahrsam genommen. Sie war nach Polizeiangaben vor zwei Tagen aus einer psychiatrischen Einrichtung abgehauen. Gegen 8.45 am Sonntag hatte sich eine 85 Jahre alte Bewohnerin aus dem Seniorenstift entfernt. Als die Suchmaßnahmen bei der Polizei gerade anliefen, meldete sich eine Frau aus der Emilienstraße über Notruf bei der Polizei. Sie hatte die Vermisste aufgegriffen und mit einem Getränk versorgt. Ein Rettungshubschrauber suchte am Sonntag zudem nach einem 15 Jahre alten Mädchen aus Bilfingen. Die Suche war aber schon nach ein paar Stunden beendet, da das Mädchen dann wieder nach Hause gekommen war.