nach oben
© DRK
04.11.2015

Rettungshunde-Team probt den Ernstfall

Königsbach. Ein Rettungshunde-Team muss alle 18 Monate seine Einsatzfähigkeit aufs Neue beweisen. Mit einer vierteiligen Prüfung wird eben diese Einsatzfähigkeit regelmäßig abgeprüft. Am vergangenen Samstag war dies bei der hiesigen DRK-Rettungshunde-Bereitschaft der Fall.

Fünf Teams aus dem DRK Kreisverband Pforzheim, zwei Teams der Bereitschaft Karlsruhe Stadt, ein Team aus Heidenheim und eines aus Kernen stellten sich der Herausforderung - darunter gab es auch einige Erstprüflinge. Die Räume der Freiwilligen Feuerwehr Remchingen standen für den Fachfragentest zur Verfügung. Die Verweisprüfung sowie der Gehorsamsteil fanden auf dem Parkplatz des Lise-Meitner- Gymnasiums in Königsbach statt. Im Waldgebiet „Galgenbusch“, wurden „die Vermissten“ gesucht. Eine Lagebeurteilung, Orientierung im Gelände, der Umgang mit der Karte und die Kommunikation über Funk mit der Einsatzleitung waren ebenfalls Bestandteil der Prüfung. Jede Teilprüfung stellte für sich eine Herausforderung dar.

Nachdem die Prüflinge den letzten Prüfungsteil, die Suche, absolviert hatten, ging es wieder zurück zur Urkundenvergabe ins Feuerwehrhaus. Drei von den neun Teams konnten die hohen Anforderungen einer Rettungshundeprüfung diesmal nicht erfüllen. „Die Prüfungsnervosität der Hundeführer ist leider nicht wegtrainierbar“, sagt Bereitschaftsleiterin Zachura Aksoy. Die DRK-Rettungshunde Bereitschaft Pforzheim-Enzkreis hat nun neun geprüfte Rettungshundeteams - jederzeit bereit für die Vermisstensuche.

Hintergrund: Der erste Teil der Prüfung wird vom Hundeführer in einem theoretischen Test mit verschiedenen Fragen zu Einsatztaktik, erste Hilfe am Menschen, erste Hilfe am Hund und zum Wesen des Hundes und noch vieles mehr, absolviert.

Danach wird das Hund-Mensch-Team in der Praxis bewertet. Bei der „Verweisprüfung“ müssen die Hunde zeigen, wie sie dem Hundeführer mitteilen, dass sie die vermisste Person gefunden haben. Viele Hunde bellen so lange, bis der Hundeführer bei Ihnen und der Person ist, außerdem müssen Hund und Hundeführer in einem Unterordnungsteil den Gehorsam des Hundes nachweisen.

Die Sucharbeit, als vierter und letzter Teil der Prüfung, wird anschließend in einem Waldstück von etwa 30.000 m² geprüft. Mit dem Finden alleine ist die Arbeit jedoch nicht erledigt, denn der Hundeführer muss an der gefundenen Person fachgerecht Erste Hilfe leisten, benötigte Rettungskräfte anfordern und dann noch anhand einer topographischen Karte die richtige Stelle im Wald über Funk mitteilen. Die Prüfung wird von Prüfern des DRK Landesverbandes abgenommen.