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Der Bürgersaal in Niefern platzt aus allen Nähten: Damit alle über Hilfen für Flüchtlinge mitdiskutieren können, muss Bürgermeister Kurz (rechts) die Veranstaltung in die Kirnbach-Halle verlegen. Foto: Ketterl
Der Bürgersaal in Niefern platzt aus allen Nähten: Damit alle über Hilfen für Flüchtlinge mitdiskutieren können, muss Bürgermeister Kurz (rechts) die Veranstaltung in die Kirnbach-Halle verlegen. Foto: Ketterl
Elena Schwegler vom Fachdienst Asyl im Enzkreis.
Elena Schwegler vom Fachdienst Asyl im Enzkreis.
22.09.2015

Riesenandrang bei der Asyldiskussion in Niefern

350 Besucher wollen wissen, was in Niefern und Öschelbronn geplant ist. Viele Bürger sind bereit, den Flüchtlingen zu helfen. Wie das genau geht, ist aber noch offen.

Vor sechs Jahren, beim Streit des Gemeinderats mit den Planern der A 8 im Enztal, war der Nieferner Bürgersaal richtig voll. Jetzt bei der Informationsveranstaltung über ehrenamtliche Hilfe für Asylsuchende platzte der Saal aus den Nähten. „So einen starken Andrang habe ich im Enzkreis noch nicht erlebt“, staunte Elena Schwegler vom Verein „miteinanderleben“, der im Auftrag des Landratsamtes für die Betreuung der Flüchtlinge zuständig ist und über Hilfen informierte. Angesichts von rund 350 Besuchern musste Bürgermeister Jürgen Kurz die Veranstaltung in die Kirnbach-Halle verlegen.

Was plant der Enzkreis in Niefern-Öschelbronn? Zwei winterfeste Zeltanlagen mit Containern für Sanitäreinrichtungen, Küchen und Räumen sollen in den Ortsteilen Niefern sowie Öschelbronn gebaut werden, wie die PZ berichtete. Zurzeit werden zehn Stellen in der Gemeinde geprüft, so Schultes Kurz. Spätestens in drei Monaten stünden die zwei Standorte fest.

Welche Angebote sollen ehrenamtliche Helfer tragen? Der Enzkreis benötige bei der Betreuung Unterstützung auf vier Gebieten, so Schwegler: „Bei den Deutsch-Kursen und der Hausaufgabenhilfe für Kinder, im Freizeitbereich für Ortsführungen durch die Gemeinde, bei der Begleitung zu Ärzten und Behörden sowie bei Dolmetscheraufgaben.“

Wie funktioniert ein Arbeitskreis und wie werden die Angebote aufeinander abgestimmt? Dazu gab es viele Fragen der Besucher. „miteinanderleben“ stehe beratend zur Seite, sagte Elena Schwegler, die Bürger und Vereine seien aber frei zu bestimmen, wie sie Flüchtlingen helfen wollen. Was nun zu tun ist, steht aber noch nicht genau fest.

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