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Große Rohrbrüche – wie hier – können ganze Straßen unterspülen. Viel Wasser versickert aber auch still und heimlich durch kleine Lecks. Foto: dpa-Archiv
Große Rohrbrüche – wie hier – können ganze Straßen unterspülen. Viel Wasser versickert aber auch still und heimlich durch kleine Lecks. Foto: dpa-Archiv
09.11.2018

Rohrbrüche, Lecks: Im Enzkreis versickern 1,1 Millionen Kubikmeter Trinkwasser

Enzkreis. Ein extrem trockenes Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Wasserknappheit war in den vergangenen Monaten ständiger Begleiter in der Region. Die eigenen Quellen sprudelten nicht wie gewohnt, der Bezug von Bodenseewasser stieg auf Rekordhöhe.

Und gleichzeitig kommt ein guter Teil des kostbaren Trinkwassers gar nicht bei den Bürgern an, sondern versickerte ungenutzt im Erdreich. Das hat eine Umfrage der PZ ans Licht gebracht, an der sich 22 der 28 Enzkreisgemeinden beteiligt haben. Zugrunde liegen größtenteils die Zahlen von 2017.

Gut 8,6 Millionen Kubikmeter Wasser haben die 22 Gemeinden zusammen im vergangenen Jahr bezogen. Aber nur knapp 7,5 Millionen Kubikmeter wurden verkauft. Der Leitungsverlust lag also bei etwa 1,1 Millionen Kubikmetern Wasser. Das sind 12,9 Prozent der Bezugsmenge. Genug, um die Bürger von Ispringen, Eisingen, Kämpfelbach und Neulingen zusammen ein Jahr lang mit Trinkwasser zu versorgen. Ursache für den Wasserverlust sind Lecks, beispielsweise durch Rost, vor allem aber Rohrbrüche – mit bis zu 50 hatten Birkenfeld und Niefern-Öschelbronn 2017 zu kämpfen. Die Spannbreite der Verluste ist groß. Vorbildlich steht Kämpfelbach da.eée

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