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Bunt: Die Kinder in Nicaragua lieben den Bücherbus. Neben Lesestoff bringt er auch Malsachen mit. Foto: Privat
Bunt: Die Kinder in Nicaragua lieben den Bücherbus. Neben Lesestoff bringt er auch Malsachen mit. Foto: Privat
Klein: Der Minivan hat bald ausgedient. Die Reparaturen wären zu teuer. Foto: Privat
Klein: Der Minivan hat bald ausgedient. Die Reparaturen wären zu teuer. Foto: Privat
Beliebt: Zahlreiche Spiele sind auch an Board. Foto: Privat
Beliebt: Zahlreiche Spiele sind auch an Board. Foto: Privat
26.12.2017

Rollende Bibliothek braucht Ersatz: iolzheimer Verein sucht Unterstützung für Bücherbus in Nicaragua

Friolzheim/Puente Nica. Es waren besondere Tage für die Kinder aus vier kleinen Dörfern im zentralamerikanischen Nicaragua: In der Woche vor Weihnachten brachte der Bücherbus nicht nur Lesestoff und Spiele, sondern auch kleine Süßigkeiten als Geschenke des Vereins Puente Nica, der seinen Sitz in Friolzheim hat.

Die Mitglieder hatten im Sommer 2016 das Busprojekt ins Leben gerufen und wissen, dass für viele Kinder in Nicaragua ein Weihnachtsgeschenk nicht selbstverständlich. Ihre Eltern haben dafür noch weniger Geld als für Spiele oder Schulbücher.

Zu klein, zu instabil

Viele PZ-Leser haben damals den kleinen Bus durch Spenden ins Rollen gebracht. Heute bringt er einmal pro Woche Bücher, Zeitungen, Spiele und Hausaufgabenbetreuung in die vier Dörfer San Juan de la Playwood, Cristo Rey, Zambrano und San Benito.

Vier Tage pro Woche ist er unterwegs, einen Tag in jedem Dorf. „Es ist toll, zu sehen, wie sich das Projekt entwickelt hat“, sagt Puente Nica-Vorsitzende Sarah Schmidt, „Wenn der Busfahrer uns erzählt, wie sehr sich die Kinder jedes Mal über seine Ankunft freuen, weiß ich, dass wir das Richtige tun“.

Doch jetzt schwächelt der Minivan, die unbefestigten Straßen, die in die Dörfer führen, setzen ihm zu. Zudem hat der Bücherbus immer mehr Kundschaft und so ist der Bus zu klein geworden, um genügend Tische, Stühle und Bücher zu transportieren. „Die Reparaturkosten sind mittlerweile so hoch, dass wir überlegen müssen, wie lang der Bus noch weiterfahren kann“, sagt Schmidt. Deshalb möchte der Verein ein neues Fahrzeug anschaffen. Einen Bus oder kleinen Lastwagen, der stabiler ist, geländegängiger und mehr Stauraum bietet. So ein Fahrzeug ist nicht billig, die ehrenamtlich arbeitenden Vereinsmitglieder rechnen mit mindestens 10 000 Euro, die sie an Spenden sammeln müssen.

Weitere Informationen im Internet unter www.puentenica.de.