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Die Übergabe des Rettungswagens in Breslau: Bruder Waldemar, Dr. Stefan Pfeiffer, Rainer Speidel, Martin Kollmar, Bruder Rafael (kniend), Pater Alard, Michael Craiss, Bruder Jan (von links). 

Rotary-Club Mühlacker-Enzkreis: Rettungswagen soll Menschen in der Ukraine helfen

Mühlacker. Die medizinische Versorgung in der Ukraine hat sich durch den Krieg dramatisch verändert. Das Gesundheitssystem ist in weiten Teilen auf individuelle Initiativen und auf Hilfe von außen angewiesen.

Der Rotary-Club Mühlacker-Enzkreis hat durch seinen Hilfeverein ausreichend Mittel gesammelt, um einen dringend benötigten Rettungswagen (RTW) für das Krankenhaus in Ternopil in der West-Ukraine zu spenden. So kann ein wichtiger Beitrag zur Versorgung verletzter und kranker Menschen dort geleistet werden.

Der Rotary Hilfeverein finanzierte den Kauf des Rettungswagens und dessen Ausstattung mit Verbrauchsmaterialien. "Durch das Logistik-Unternehmen Craiss in Mühlacker konnte ein geeignetes Fahrzeug erworben werden, das den Bedürfnissen der Region Ternopil gerecht wird", sagt Martin Kollmar, amtierender Präsident des Rotary-Clubs.

Fahrt nach Ternopil angetreten

"Wir danken außerdem den RKH Enzkreis-Kliniken, die uns bei der Beschaffung der Verbrauchsmaterialien geholfen und somit einen wichtigen Beitrag zu diesem Hilfsprojekt geleistet haben", so Kollmar weiter. Mit dem Rettungswagen können Notfallpatienten in der Ukraine erstversorgt, überwacht und zur Behandlung in das Krankenhaus gebracht werden.

Durch einen persönlichen Kontakt zur Firma Speidel-Verpackungen in Illingen hatten Mönche des Franziskanerklosters St. Antonius in Breslau, die zusammen mit Ihren Ordensbrüdern aus Ternopil die Ukrainehilfen koordinieren, das Anliegen übermittelt. So nahm das Projekt im Rotary-Club Mühlacker-Enzkreis Gestalt an.

Das mit den nötigen Verbrauchsmaterialien vollgepackte Rettungsfahrzeug hat bereits seine Fahrt von Mühlacker nach Ternopil angetreten. Im polnischen Breslau wurde es am 12. August von Martin Kollmar, Rainer Speidel, Michael Craiss und Dr. Stefan Pfeiffer vom Rotary-Club Mühlacker-Enzkreis an den Leiter des St. Antonius-Klosters, Pater Alard, dessen Stellvertreter, Bruder Rafael und die Brüder Waldemar und Jan aus der Ukraine übergeben. Mittlerweile wurde es nach Ternopil überführt und wird dort für den Einsatz vorbereitet.