Rückkehr zum friedlichen Familienfest am Tag der Arbeit im Ranntal

Remchingen/Keltern. Ziemlich leere Wiesen und volle Bänke im Remchinger Ranntal. Jung und Alt genießen bei bestem Wetter zusammen den Feiertag.

Strahlender Sonnenschein, proppenvoll gefüllte Bierbänke rund um die Große Eiche und (fast) leere Wiesen drumherum: Ein fast schon ungewohntes Bild bot sich am Maifeiertag Hunderten Wanderfreunden im Ranntal zwischen Keltern und Remchingen. Schließlich war es zunächst ein immer weiter ausufernder Alkoholkonsum, insbesondere von Jugendlichen, der im Jahr 2012 zu eskalieren drohte, die Rettungskräfte an die Grenzen einer sicheren medizinischen Versorgung brachte und im Nachgang neben des Spirituosenverbots ein großes Aufgebot an Polizei und Sicherheitskräften mit sich zog. Im Folgenden machte immer wieder trübes Regenwetter den Veranstalteten vom Turnverein Nöttingen einen Strich durch die Rechnung. Nun fragte sich so mancher Besucher mit augenreibendem Blick auf die grünen Wiesen, wo trotz Sonnenschein all die Jugendlichen bleiben.

Bei genauerem Hinsehen fand man einige junge Gesichter auf den Bierbänken sitzen, von wo aus zum Nachmittag hin dann doch der eine oder andere Bollerwagen auf die Wiesen rollte. „Wenn es heute nicht bestens läuft, wann dann?“, strahlte der TVN-Vorsitzende Hubert Bittighofer hinter Grill und Zapfhahn, wo er mit insgesamt hundert Helfern alle Hände voll zu tun hatte, und stellte fest: „Das Familienfest läuft jetzt wieder genau in unserem Sinn – ein ganz toller Ausgleich für die letzten Jahre.“ Diese Entwicklung stimme den Verein hoffnungsvoll Richtung 100-jährigem Ranntal-Jubiläum. Ein zufriedenes Zwischenfazit zog auch Einsatzleiter Mathias Stephan, der sich in diesem Jahr mit den Polizeibeamten bis auf Stationen an den Zugängen sehr im Hintergrund hielt, während auf den Sicherheitsdienst gänzlich verzichtet werden konnte: „Das gemeinsam erarbeitete Einsatzkonzept der vergangenen Jahre hat gewirkt und die Besucher haben sich darauf eingelassen, sodass wir heute hauptsächlich zum Beobachten vor Ort sind.“