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Im Tiefenbronner Gemeinderat stellen Jugendliche ihr Konzept eines Jugendraums vor. Foto: Tilo Keller
Im Tiefenbronner Gemeinderat stellen Jugendliche ihr Konzept eines Jugendraums vor. Foto: Tilo Keller
25.07.2016

Rückzugsort ohne Erwachsene: Wunsch nach Jugendraum in Tiefenbronn

Tiefenbronn. Im alten Pfarrhaus in Tiefenbronn könnte ein neuer Jugendraum entstehen. Allerdings sind noch viele Details offen.

Die Jugendlichen in Tiefenbronn sind ihrem Wunsch, einen Jugendraum in Eigenregie zu betreiben, einen großen Schritt nähergekommen. Mit dem Pfarrsaal im Untergeschoss des alten katholischen Pfarrhauses ist eine geeignete Möglichkeit gefunden worden. Zunächst berichtete Nora Witteborg, Jugendsozialarbeiterin an der Verbandsschule im Biet und mit jeweils 25 Prozent Beschäftigungsumfang auch in den Gemeinden Tiefenbronn und Neuhausen, über ihre Tätigkeit im vergangenen Jahr. Sie erinnerte an das Jugendforum in Tiefenbronn, bei dem sich ein eigener Jugendraum als großer Wunsch herauskristallisiert habe. „Die Jugendlichen haben sich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema beschäftigt“, sagte Bürgermeister Frank Spottek.

Acht Jugendliche aus allen Ortsteilen, im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, haben sich zu einem „Jura“-Team zusammengefunden und ein Konzept für den Jugendraum erarbeitet, über das sie im Gemeinderat berichteten. Sie stellten in ihrer Präsentation dar, dass der Raum Treffpunkt für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren sein soll, als Rückzugsort für eine „Zeit ohne Erwachsene“. Als Vorteil des Jugendraumes legten sie unter anderem dar, dass es damit keinen störenden Aufenthalt von Jugendlichen an öffentlichen Plätzen gebe. Auch Pläne für die Einrichtung der Räumlichkeiten im alten Pfarrhaus hatten sie schon ausgearbeitet. Da der Raum früher für Gruppenarbeit genutzt worden ist, wird dort keine Nutzungsänderung nötig. In den oberen Räumlichkeiten des alten Pfarrhauses sollen Flüchtlinge untergebracht werden, weshalb der Bürgermeister dafür plädierte, verträgliche Nutzungszeiten zu finden.

Da die nächste Gemeinderatssitzung erst im September stattfindet, wurde die Verwaltung damit beauftragt, die Abstimmung für die Rahmenbedingungen in enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Jugendsozialarbeiterin festzulegen und den Gemeinderat auf dem Laufenden zuhalten, damit entsprechende Schritte weiterverfolgt werden können.

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