nach oben
Viele Regionalzüge haben Verspätungen, manche Verbindungen fallen ganz aus, bestätigt das Land.  PZ-Archiv
Viele Regionalzüge haben Verspätungen, manche Verbindungen fallen ganz aus, bestätigt das Land. PZ-Archiv
12.09.2017

Rülke gibt der Bahn ein schlechtes Zeugnis

Enzkreis/Pforzheim. Die Verspätungen im regionalen Bahnverkehr und die Zugausfälle, über die sich Fahrgäste seit mehreren Monaten beschweren, wie die PZ berichtete, will Hans-Ulrich Rülke als FDP-Landtagsfraktionschef nicht länger hinnehmen. Aufgrund von Beschwerden der Reisenden über die Zugverbindungen, auf die rund 1000 Bürger aus Pforzheim und der Region angewiesen seien, hatte sich Rülke an die Landesregierung gewandt. Die Antwort des Verkehrsministers Winfried Hermann (Grüne) auf die Anfrage zeige verheerende Verhältnisse bei den Zuglinien auf, so Rülke.

Zwischen Mai und August seien zwischen Stuttgart und Pforzheim 109 Züge zum Teil oder komplett ausgefallen. Die Ausfälle betrafen die Verbindungen des Regionalexpresses (RE) und des Interregio-Expresses (IRE). Als häufigste Ursache nenne das Landesministerium technische Probleme, insbesondere mit neuen Lokomotiven der Baureihe 147 sowie nicht bereitgestellte Züge (54 Prozent). Das sei nicht tolerabel, sagt Rülke.

„Wenn mehr als die Hälfte der Züge nicht fährt, weil zu wenige Züge vorhanden sind und die neuen, die bestellt wurden, laufend kaputt sind, geht das gar nicht. Ich erwarte, dass sich das zügig ändert“, fordert der FDP-Politiker.

Wie die PZ berichtete, räumte die Bahn Probleme ein, führte dies unter anderem auch auf den bevorstehenden Anbieterwechsel im Jahr 2019 zurück, der sich bereits auswirke. Die Bahn kam bei der Ausschreibung des Landes für diese Linien nicht zum Zug. rst/pm