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Baumgräber wie hier auf dem Friedhof St. Peter in Mühlacker soll es bald auch in Ölbronn-Dürrn geben.  PZ-Archiv
Baumgräber wie hier auf dem Friedhof St. Peter in Mühlacker soll es bald auch in Ölbronn-Dürrn geben. PZ-Archiv
23.05.2017

Ruhestätten unter Bäumen

Die Möglichkeiten, sich beerdigen zu lassen, werden immer vielseitiger. Um dieser Entwicklung und den damit einhergehenden Wünschen der Bürger gerecht zu werden, sind die Kommunen in der Region derzeit damit beschäftigt, sich mit alternativen Bestattungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen und zu prüfen, was auf den vorhandenen Friedhöfen möglich ist. Besonders beliebt: Grabfelder unter Bäumen.

Nach den Gemeinderäten in Mühlacker und Knittlingen, wo diese Bestattungsformen bereits vorhanden sind beziehungsweise auf den Weg gebracht werden, hat nun auch der Ölbronn-Dürrner Gemeinderat den Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Friedhöfe in den jeweiligen Ortsteilen mit entsprechenden Grabflächen unter Bäumen ausgestattet werden. Beauftragt mit der Umsetzung wurde der Knittlinger Planer Edgar Schwab, der im Verlaufe der Sitzung bereits erste Entwürfe präsentierte. So soll es in Ölbronn aufgrund der beengteren Platzverhältnisse eine Variante an der Friedhofsmauer geben, die lediglich von einer Seite mit einem Weg erschlossen ist. In Dürrn hingegen, wo für das baumbeschattete Grabfeld mehr Platz zur Verfügung steht, werden Angehörige wohl von allen Seiten an die Fläche herankommen können.

Wie Bürgermeister Norbert Holme betonte, werde zudem der Platz in den vorhandenen Urnenwänden langsam knapp, da die klassische Erdbestattung von vielen Bürgern inzwischen nicht mehr gewollt werde und Urnen-Begräbnisse immer beliebter würden. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, sowohl auf dem Dürrner Friedhof wie auch in Ölbronn eine neue Urnenwand zu errichten, die jeweils für 15 weitere Urnen Platz bieten.Die Gemeinderäte Uwe Kiefer (FW) sowie Dagmar Janus (AB) lobten die vorgestellte Planung als „gute Lösung“ und äußerten die Hoffnung, dass die Umsetzung bald beginnen kann.

Hans-Dieter Deuß (AB) sprach zudem die Möglichkeit eines anonymen Grabfeldes an. Dies könne irgendwann ein zusätzliches Angebot sein.