nach oben
11.12.2015

Rutschmann antwortet der Kritik von Neuenbürgs Rathauschef an der Kommunikation der Straubenhardter Windparkpläne

Der Stachel sitzt noch tief. Bei der Erörterung der Einwände gegen die Straubenhardter Windpark-Pläne hat Neuenbürgs Bürgermeister Horst Martin in seine Sorge um den künftig möglichen Geräuschpegel für die Bürger des Stadtteils Dennach Kritik an den Straubenhardter Nachbarn verpackt. Namentlich am früheren Bürgermeister Willi Rutschmann. Dem sprang zwar sein Nachfolger Helge Viehweg gleich zur Seite, aber Rutschmann selbst meldet sich nun auch noch persönlich zu Wort

.Der Hintergrund: Neuenbürgs Stadtteil Dennach ist der Ort, dem ein Windpark Straubenhardt mit vier der geplanten elf Windräder am nächsten käme. Der geringste Abstand würde rund 1030 Meter betragen. Auf der anderen Seite wähnt Martin die von den Windverhältnissen her vielversprechendsten Flächen tatsächlich auf Dennacher Markung. Man hätte besser ein gemeinsames Projekt angepackt, meinte Martin. So weit so gut. Was aber bei den Straubenhardtern für Ärger sorgt, ist, dass Martin sagte, er sei zum Zeitpunkt der ersten größeren Neuenbürger Windkraftveranstaltung 2012 in Dennach über die Straubenhardter Pläne im Unklaren gewesen.

Diese Kritik letztlich an ihm als damals Verantwortlichem gehe ins Leere, schreibt Willi Rutschmann. Schon Anfang 2011 habe er Martin persönlich in die Straubenhardter Überlegungen einbezogen. Im selben Jahr habe er eine Auftaktveranstaltung zur Windkraft in Conweiler angesetzt und die Nachbarkommunen übers jeweilige Amtsblatt mit eingeladen. Auch bei der Dennacher Versammlung 2012 habe er den Sachstand in Straubenhardt dargestellt, so Rutschmann. So hat das die PZ damals auch berichtet. Rutschmann ergänzt, er habe damals auch schon mögliche Probleme der Planungen etwa mit Blick auf den Straubenhardter Segelflugplatz mit beleuchtet.

Rutschmann fühlt sich persönlich und in Abwesenheit in einer öffentlichen Versammlung attackiert. Das sei schlechter Stil. Im Sommer 2011 saßen er und Horst Martin noch in trauter Runde beim „Bürgermeister-Dinner“ der PZ zusammen am Esstisch des Unterreichenbacher Kollegen Carsten Lachenauer. Die Rathauschefs diskutierten, angestoßen von Engelsbrands Rathauschef Bastian Rosenau, die damals umstrittenen Nationalparkpläne. Die Debatte solle die Windkraft-Potenziale der Region Nordschwarzwald nicht ausblenden, wandte damals ein Rathauschef ein – es war Horst Martin.

Leserkommentare (0)