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28.03.2011

S-Bahn-Streik: Probleme für Pendler

KARLSRUHE. Der Lokführerstreik hat am Montag auch in Baden-Württemberg zu großen Behinderungen und Ausfällen im Bahnverkehr geführt. Von der Linie 1 und 11 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) zwischen Karlsruhe und Bad Herrenalb fuhren nur noch ein Fünftel der Züge. Bei den anderen Stadtbahnlinien, die Karlsruhe mit dem Umland verbinden, fiel fast die Hälfte der Verbindungen aus. Die Züge der Deutschen Bahn wurden nicht bestreikt.

Auch Straßenbahnen und Fahrzeuge der Verkehrsbetriebe Karlsruhe waren nicht betroffen. Der Ausstand war für eine Dauer von 24 Stunden angesetzt. Deshalb wird beim Feierabendverkehr erneut mit Störungen gerechnet. Mit dem Streik will die Lokführergewerkschaft GDL einheitliche Standards für alle Lokführer durchsetzen.

Verhandlungen darüber sind allerdings nicht in Sicht. Nach Angaben der AVG wurden erst vor wenigen Monaten über den Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen neue Tarife ausgehandelt. «Deshalb sehen wir keinen aktuellen Gesprächsbedarf», sagte eine AVG-Sprecherin. «Allerdings stehen wir damit dem Streik ziemlich ratlos gegenüber.» Ihrer Meinung nach gibt es durchaus Unterschiede bei der Arbeitsbelastung von AVG-Lokführern und deren Kollegen bei der Bahn.

Betroffen sind von den Streiks nach Gewerkschaftsangaben die Unternehmen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia Veolia und Hessische Landesbahn sowie deren Tochtergesellschaften. dpa