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SEK-Kräfte haben im Waldpark in Eisingen einen 48-jährigen Mann festgenommen, der mit Schusswaffen Frau und Kind bedroht und auch seinen Freitod angekündigt haben soll. Vorsichtshalber waren auch Rettungskräfte vom Deutschen Roten Kreuz vor Ort.
SEK-Kräfte haben im Waldpark in Eisingen einen 48-jährigen Mann festgenommen, der mit Schusswaffen Frau und Kind bedroht und auch seinen Freitod angekündigt haben soll. Vorsichtshalber waren auch Rettungskräfte vom Deutschen Roten Kreuz vor Ort. © Thomas Meyer
06.10.2014

SEK in Eisingen: Mann mit Schusswaffen aus Wohnung geholt

Eisingen. Wer am frühen Sonntagabend im Eisinger Waldpark noch einmal mit dem Hund Gassi gehen wollte, traf je nach Spazierweg im Halbdunkel plötzlich auf Polizisten, die unmissverständlich klar machten, dass es in dieser oder jener Richtung nicht weitergehen darf. Im Bereich der Mittleren Waldparkstraße in Eisingen lag eine Gefahrenzone, die von den Beamten freigehalten wurde. Der Grund: Ein Mann, der offenbar im Besitz von Schusswaffen ist, hatte in seiner Wohnung wohl zuerst seine Frau bedroht und dann seinen Freitod angekündigt.

Zu der prekären Bedrohungslage im häuslichen Bereich kam es um 20.10 Uhr. Zuerst gab es einen Streit, dann soll wohl aus der Wohnung heraus die Polizei informiert worden sein, dass in der Wohnung des betroffenen Paares Schusswaffen verfügbar sind. Sofort wurden Spezialkräfte der Polizei zur Ergreifung des drohenden Ehemannes angefordert. Der 48-jährige Mann, der zudem mit Selbstmord drohte, konnte schließlich widerstandslos in seiner Wohnung festgenommen werden.

Eine Gefährdung Unbeteiligter während des Einsatzverlaufes war jederzeit ausgeschlossen. Die Lebenspartnerin konnte mit ihrer Tochter die Wohnung noch vor dem Einschreiten der Polizei unverletzt verlassen.

Die Ermittlungen dauern an. Noch gibt es keine detaillierten Informationen über das Motiv oder über eine mögliche Beeinflussung des 48-Jährigen zum Beispiel durch Alkohol. Auch über die Schusswaffen kann noch nichts gesagt werden. Die müssen erst noch überprüft werden. Ob sie legal erworben sind und ein Waffenschein vorliegt, ist ebenfalls noch unbekannt.

Der Großeinsatz von Polizei und SEK sowie von Notarzt- und Rettungswagen blieb natürlich nicht unbeobachtet. Einige Schaulustige sollen am Rand der abgesperrten Fläche das Geschehen verfolgt haben.