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06.03.2009

SPD-Politiker Tauss tritt nach Kinderporno-Verdacht zurück

BERLIN/BRETTEN. Der Karlsruher SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss tritt wegen des Kinderpornografie-Verdachts von seinen Ämtern zurück. Der 55-Jährige wird seine Ämter als Sprecher für Forschung, Bildung und Medien der SPD-Bundestagsfraktion sowie im Fraktionsvorstand niederlegen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Freitag.

Außerdem will er sein Amt als Generalsekretär der Südwest-SPD aufgeben. Sein Bundestagsmandat will er jedoch behalten.
Mit seinem Rückzug wolle er Schaden von der Partei abwenden, hieß es. Die bisherigen Funktionen von Tauss in Berlin sollen neu besetzt werden.
Am Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft Büros und Wohnungen von Tauss in Berlin und Bretten durchsucht. In Berlin waren die Ermittler fündig geworden.

Dies bedeute aber nicht, dass der SPD-Politiker damit überführt sei, betonte ein Sprecher. Der Politiker habe das „einschlägige Material“ mit seiner Tätigkeit als Abgeordneter erklärt. Tauss selbst hatte gesagt: „Ich bin unschuldig.“ Er beschäftige sich seit Jahren mit dieser Szene. Ob es sich bei den Vorwürfen eventuell um eine „Revanche-Handlung“ handele, könne er nicht sagen. Tauss gilt als Computer- und Internetexperte. dpa