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Der Sängerbund Bauschlott beim Festumzug zum 75-jährigen Jubiläum 1966 mit der Vereinsfahne aus dem Jahre 1905.
Der Sängerbund Bauschlott beim Festumzug zum 75-jährigen Jubiläum 1966 mit der Vereinsfahne aus dem Jahre 1905.
Der Männergesangverein Sängerbund Bauschlott ist für das Jubiläumswochenende vom 16. bis 18. September bestens gerüstet. Fotos: Dietrich
Der Männergesangverein Sängerbund Bauschlott ist für das Jubiläumswochenende vom 16. bis 18. September bestens gerüstet. Fotos: Dietrich
Ein Meisterstück vollbrachte 2008 der Sängerbund in Zusammenarbeit mit dem Musikverein durch die Aufführung des Musicals „Franziskus“.
Ein Meisterstück vollbrachte 2008 der Sängerbund in Zusammenarbeit mit dem Musikverein durch die Aufführung des Musicals „Franziskus“.
14.09.2016

Sängerbund Bauschlott feiert sein 125-jähriges Bestehen

Neulingen-Bauschlott. Jeden Montag wird von 20 bis 21.30 Uhr im alten Schulhaus in Bauschlott geprobt. Der jüngste der 45 Aktiven beim „Sängerbund Bauschlott“ ist der 25-jährige Samuel Schwegler, der seit 2008 dabei ist. Ältester im Männergesangverein ist mit 82 Jahren Franz Prokosch. Seit 63 Jahren lässt er seine Stimme erschallen. Alle zusammen feiern am kommenden Wochenende das 125-jährige Bestehen des Sängerbunds.

Und so begann alles: Aus den Nachbarorten Kieselbronn und Göbrichen, wo 1859 der „Liederkranz“ und die „Freundschaft“ aus der Taufe gehoben worden waren, drang die Neigung auch nach Bauschlott, hier einen Gesangverein zu gründen. Überliefert worden ist, dass Männer aus dem „Arbeiterstand“ im Jahre 1891 sich bereit zeigten, mit finanzieller Unterstützung des prosperierenden Turnvereins Bauschlott einen neuen Gesangverein zu gründen, der den Namen „Sängerklub-Turnverein“ erhielt. Etwa zwei Dutzend sangesfreudige Turner übten seinerzeit im Gasthaus „Zum Engel“.

Die Namensänderung vom „Sängerklub“ zum „Sängerbund“ Bauschlott als selbstständigen Gesangverein beschlossen die Mitglieder am 27. Juli 1902. Ein gutes halbes Jahr zuvor waren noch beim „Sängerklub“ diverse Vorschriften über den Singstundenbesuch erlassen worden, von den Mitgliedern durch Unterschrift anerkannt. So hatte beispielsweise derjenige, der zu einer von Vorstand und Ausschuss festgesetzten Singstunde zu spät kommt, zehn Pfennige zu berappen. Und diejenigen Sänger, die ohne Entschuldigung – mündlich oder schriftlich – dreimal fehlten, wurden „rücksichtslos nach Beschluss vom Ausschuss“ ausgeschlossen. Das in Bauschlott veranstaltete 17. Gaufest des Kraichgau-Sängerbundes am 28. Mai 1905 war verbunden mit der Fahnenweihe des einheimischen „Sängerbundes“.

Seit 2005 steht Karl-Wilhelm Elsäßer dem „Sängerbund Bauschlott“ vor, der bereits schon 1977 bis 1979 Vereinschef war. Von den ehemaligen Vorsitzenden leben noch: Wilhelm Stößer (1960 bis 1961) sowie die Ehrenvorsitzenden Manfred Männer (1979 bis 1989) und Klaus Furrer (1989 bis 2005). Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.