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Symbolbild: dpa
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18.04.2019

Saisonale Probleme: Lage auf dem Dobel ist für Gastronomen eine Herausforderung

Dobel. Auf dem Dobel hat die Gastronomie in den vergangenen Jahren abgebaut - durchaus im Bundestrend. Aber es gibt auch spezifische Gründe. „Die Glanzzeiten des Dobel sind vorbei“, betont Roy Kieferle. In der Vergangenheit kamen Busse voller Touristen. „Nahezu jeder hat ein Fremdenzimmer zur Verfügung gestellt“, erinnert sich Kieferle. Dennoch malt er keinesfalls schwarz. „Ein gastronomisches Angebot auf dem Dobel ist vorhanden und keinesfalls, als schlecht einzustufen“, stellt er klar. „Oft ist die Wertschätzung nicht vorhanden“, bedauert er. Kieferle weiß, wie kein Zweiter, mit welchen Anstrengungen der Beruf des Gastronomen verbunden ist. „Am Ende des Tages will und muss jeder von seinem Beruf leben“, verdeutlicht er.

Kieferle, selbst seit Jahren Ratsmitglied, beteuert, dass der Gemeinderat selbst alles unternommen hat, um die Gastronomie zu stärken. „Dennoch ist es verständlich, wenn sich Gastronomen aus wirtschaftlichen Gründen gegen den Dobel entscheiden“, so Kieferle. Zwar kann er sich in seinem Wagnerstüble über die Nachfrage nicht beklagen, doch unter der Woche geht es laut Kieferle häufig „ruhiger“ zu.

Gleiches berichtet Sabine Ruff vom Gasthaus Linde. Sie spricht zwar von einem konstanten Zulauf, dieser sei aber vom Wetter abhängig. „Natürlich ist an den Wochenenden mehr los, doch auch der Mittagstisch unter der Woche wird gut angenommen“, so Ruff. Sie betont den Vorteil des Familienbetriebs der Linde und stuft die Chancen für einen gastronomischen Betrieb ohne genügend finanzielle Ressourcen als gering ein. „Es ist verständlich, wenn viele kalte Füße bekommen, wenn es nach zwei bis drei Monaten nicht läuft“, so Ruff.

Von kalten Füßen ist auch in der Flammerie Café Ratskeller zu hören. Dort zeigte man sich zunächst eher zurückhaltend. Zu entlocken war, dass der Ratskeller während der Öffnungszeiten des Skilifts profitieren konnte. Ansonsten äußerten die Verantwortlichen große Bedenken. Die Hoffnung liegt in der Sommersaison mit zahlreichen Wanderern und Radfahrern. Ähnliche Worte waren beim Betreiber der Sky-Bar zu hören. „Unter der Woche lohnt es sich kaum, den Betrieb zu öffnen“, erzählte der Betreiber. Als ebenso schwierig stuft Guido Koch von First Kitchen das Wintergeschäft ein. „Häufig ist nichts los“, bedauert Koch.

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