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Bei einem Vororttermin informieren sich die Tiefenbronner Gemeinderäte und Bürgermeister Frank Spottek (links) über nötige Mehrarbeiten im Kindergartenbereich bei der Sanierung des Rat- und Schulhauses in Mühlhausen.
Bei einem Vororttermin informieren sich die Tiefenbronner Gemeinderäte und Bürgermeister Frank Spottek (links) über nötige Mehrarbeiten im Kindergartenbereich bei der Sanierung des Rat- und Schulhauses in Mühlhausen.
24.07.2016

Sanierung des Rat- und Schulhauses im Ortsteil Mühlhausen kommt teurer

.Tiefenbronn. Für die demnächst beginnenden Arbeiten zur Sanierung des Rat- und Schulhauses in Tiefenbronn-Mühlhausen haben sich schon vor Baustart zusätzlichen Ausgaben abgezeichnet. Bei einer Besichtigung hat das beauftragte Architekturbüro Jost den Gemeinderäten dargelegt, welche Arbeiten im Kindergartenbereich zusätzlich nötig wären.

„Es wurden weitere Maßnahmen identifiziert, die notwendig sind. Das ist natürlich ärgerlich“, stellte Bürgermeister Frank Spottek fest. „Aber wenn wir schon tätig sind, wäre es ärgerlich, die Dinge nicht anzugehen.“ Mehrkosten in Höhe von rund 120 000 Euro hat das Architekturbüro ermittelt. Das erhöht die bisherige Kostenplanung um etwa ein Drittel. Die Gemeinde hatte im Haushalt 360 000 Euro für den Austausch der Heizung und weitere Arbeiten eingeplant.

Neue Dämmung nötig

Zu den neu vorgeschlagenen Maßnahmen gehören die Decken in den Gruppenräumen, da die Dämmung auf einem Fließ liegt, das Risse aufweist. Die Latten der Holzdecke sollen abgenommen werden, um eine neue Dämmung aufzubringen. Das Holz der Decken kann nach einer Behandlung wieder eingebaut werden. Wenn die Räume für den Deckenbau komplett ausgeräumt werden, würde sich auch gleich die Erneuerung des Bodenbelags anbieten.

Im Sanitärbereich war ursprünglich eine kostengünstige Sanierung angedacht, allerdings wurde in Gesprächen mit den Handwerkern und der Kindergartenleitung festgestellt, dass umfangreichere Maßnahmen angebracht wären. So gibt es beispielsweise nur Toilettenschüsseln in der Größe für Erwachsene, die lediglich niedriger angebracht sind. „Es ist schon mehr als ärgerlich“, sagte Gemeinderat Stefan Kunle (CDU) und fand es verwunderlich, dass man erst so spät erkenne, dass diese Maßnahmen nötig sind. „Trotzdem wäre es falsch, wenn wir diese Maßnahmen jetzt nicht angehen würden.“

Auch Gemeinderat Dieter Leicht (LMU) fand die Argumentation der Architekten schlüssig. Gemeinderat Bernd Schmid (CDU) fühlte sich mit der hohen Summe für die zusätzlichen Arbeiten überrumpelt. Ähnlich erging es auch Gemeinderat Jan-Hendrik Siart (SPD), der einen längeren Vorlauf für den Gemeinderat begrüßt hätte.

„Man war fixiert auf die Heizung, die Küche und den Brandschutz“, erklärte Manuela Krentzel vom Bauamt. Da man die Heizung spätestens bis zum Herbst wieder brauche, sei der Fokus zunächst eher darauf gelegt worden. Kämmerin Cornelia Hoeß versicherte, dass die Mehrkosten laut der neuesten Haushaltszahlen gedeckt wären. „Unser Haushalt ist nicht gefährdet durch diese Maßnahmen“, erklärte auch Bürgermeister Spottek. Abschließend stimmte das Gremium den zusätzlichen Ausgaben mehrheitlich zu.