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21.02.2011

Sattelzug kracht auf umgestürzten Tankwagen-Anhänger

RUTESHEIM. Bei einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter auf der Autobahn A8 sind am Montagmorgen um 3.45 Uhr bis zu 10.000 Liter Heizöl ausgelaufen. Die Autobahn musste bei Rutesheim (Kreis Böblingen) für mehrere Stunden gesperrt werden; der Verkehr staute sich vor der Ausleitung zwischen Pforzheim-Ost und Rutesheim auf 20 Kilometern. 

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Nach Polizeiangaben war der Anhänger des in Richtung München fahrenden Heizöltransporters auf schneeglatter Fahrbahn zwischen den Anschlusstellen Rutesheim und Leonberg-West ins Schlingern geraten. Der Anhänger, der sich aufgeschaukelt hatte, stürzte um und wurde dabei vom Zugfahrzeug abgerissen.

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Während die Zugmaschine noch ein Stück weiter rollte, kam der Anhänger auf dem rechten Fahrstreifen auf Höhe der dortigen Betriebsumfahrt zum Liegen. Ein heranfahrender, 35-jähriger Sattelzuglenker konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und streifte trotz eines Ausweichmanövers den am Boden liegenden Tankanhänger. Dabei wurde einer der beiden Heizöltanks aufgerissen und es flossen etwa 9800 Liter Heizöl aus.

Der mit 25 Tonnen Weizen beladene Sattelzug verlor beim Zusammenstoß mehrere hundert Kilogramm seiner Ladung auf der Fahrbahn. Darüber hinaus kam ein Teil des Weizens mit dem Heizöl in Kontakt und wurde dadurch unbrauchbar. Der 36-jährige Fahrer Tanklastzugs, Marke Scania, und der 35-jährige Sattelzuglenker, Marke Iveco Magirus, blieben unverletzt. An den Fahrzeugen entstand knapp 90.000 Euro Sachschaden.

Zur Bergung des umgekippten Anhängers musste ein Bergekran angefordert werden. Auf der Autobahn in Richtung München ergab sich im morgendlichen Berufsverkehr ein Rückstau bis zu 20 Kilometer. Gegen 8.50 Uhr konnte ein Fahrstreifen für den Verkehr freigegeben werden. Nachdem die Fahrbahn gegen 10 Uhr mit einer Ölreinigungsmaschine gesäubert wurde, konnte ein weiterer Fahrstreifen freigegeben werden. Im Laufe des Tages werden Erdaushubarbeiten des verunreinigten Erdreichs erfolgen.

Vor Ort waren Einsatzkräfte der Feuerwehren Leonberg, Sindelfingen und des technischen Hilfswerks mit 19 Fahrzeugen und 73 Mann sowie mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes mit Notarzt. Wegen der Vollsperrung der Autobahn war durch die Autobahnmeisterei Ludwigsburg eine entsprechende Umleitungsstrecke ausgeschildert worden. pol

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